Kino: Sharkwater - Wenn Haie sterben
Der am 10. April in den deutschen Kinos anlaufende Film Sharkwater (Österreich-Start ist derzeit noch nicht fixiert) zeigt, wie nah Schönheit und Grausamkeit beieinander liegen und das Leben im Ozean prägen.
Regisseur Rob Stewart, Fotograf und passionierter Hai-Kenner, taucht ein in die Welt eines der unergründlichsten Geschöpfe der Meere: des Hais. Sie sind geheimnisvoll, unberechenbar, blitzschnell und wirken auf die meisten Menschen überaus bedrohlich. Unzählige Legenden und Mythen ranken sich um den Hai, der als vermeintlicher „Killer“ die Meere unsicher macht. Stewart gelingt es, die Zuschauer ganz nah an die Haie heranzuführen und sie die Faszination der hoch entwickelten Meeresbewohner aus unmittelbarer Nähe mit erleben zu lassen.
Der Film zeigt, wie sensibel und außergewöhnlich diese grundsätzlich friedlichen Tiere sind, deren Lebensraum immer mehr eingeschränkt und durch den Menschen grausam bedroht wird. So wurde aus diesem Film, der vor allem die Schönheit des Meeres einfangen wollte, ein rasanter Abenteuer- und Actionfilm. Denn die Fischereiindustrie zahlloser Länder ist auf der Jagd nach Haien – das heißt eigentlich nur nach ihren Flossen.
Während der Dreharbeiten gerieten Regisseur und Crew immer tiefer in ein lebensgefährliches Netz aus Kriminalität und Naturzerstörung, dessen fatale Folgen bereits deutlich sichtbar sind. Stewart gelingt mit Sharkwater nicht nur ein umfassendes Portrait über Wesen und Natur der Haie. Seine großartige, packend erzählte Dokumentation ist auch ein eindringliches Plädoyer für eine Neudefinition der Beziehung zwischen Mensch und Tier – und aus diesem Grund auch unbedingt zu empfehlen!
>> Die ausführliche Filmkritik können Sie auch in der März-Ausgabe unseres nullzeit Magazins nachlesen.
[Text: Leo Ochsenbauer]
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nullzeit Magazin - Ausgabe 2/08 - März
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