boot 2010: Shark Awards 2010 wurden verliehen


Tags: Hannes Jaenicke, Haifang
Zum Vergrößern anklicken - Foto: Rene Tillmann / Messe Duesseldorf
Hannes Jaenicke wurde zum Shark Guardian 2010 gewählt 

Am ersten Wochenende der boot 2010 in Düsseldorf haben die Haischützer von Sharkproject die diesjährigen Shark Awards verliehen. Der Schauspieler Hannes Jaenicke wurde als Shark Guardian ausgezeichnet, Mike Braynen, Direktor des Department of Marine Resources der Bahamas als Shark Enemy.

Alljährlich zeichnet die Haischutzorganisation Sharkproject den größten Haischützer und den größten Haifeind anlässlich der boot in Düsseldorf aus. Nach einer zuvor online durchgeführten Abstimmung werden anschließend die Preise vergeben. Der diesjährige Shark Guardian wurde dabei dem Schauspieler und Moderator Hannes Jaenicke für sein Engagement in Sachen Haischutz am Erföffnungssamstag, 23.1.2010, auf der Bühne des Tauchturms verliehen.

"Hannes Jaenicke hat mit seiner erschütternden ZDF-Dokumentation ,Im Einsatz für die Haie' die Menschen wie kein anderer bewegt", begründet Sharkproject-Präsident Gerhard Wegner das Urteil der Jury. Der Geehrte selbst freute sich über den Preis, "obwohl der Anlass ein sehr trauriger ist". Zu seinem Engagement erklärte er:"Ich wollte einfach mehr machen als leichte Unterhaltung und habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, das Medium Fernsehen für andere Zwecke zu nutzen." Im März startet sein nächstes Filmprojekt über aussterbende Gorillas im Kongo.

Shark Enemy 2010
Den Negativ-Preis "Shark Enemy of The Year" (also Hai-Feind des Jahres 2010) können sich heuer die Bahamas, genauer gesagt Mike Braynen, Direktor des Department of Marine Resources, auf ihre Fahnen heften. Obwohl Schleppnetz- und Langleinenfischerei auf den Bahamas verboten ist, wird nichts gegen Speerfischer und Touristen-Fischerboote unternommen, die auf Haifang gehen. Die insgesamt Millionen an Tourismuseinnahmen scheint man sich hier nicht verscherzen zu wollen, auch wenn dies kurzsichtig ist - aber es werden halt immer weniger Taucher und immer mehr sonstige Touristen auf den Bahamas.
Interessant dabei ist, dass laut offiziellen Untersuchungen auf den Bahamas, ein lebender Hai 200.000 US-Dollar an Tourismuseinnahmen wert ist. Dies scheint die zuständigen Behörden auf den Bahamas aber nicht weiter zu stören, will man doch scheinbar alle Touristen zufrieden stellen – eben auch die Haifischer.

Natürlich war kein Vertreter erschienen, um sich den unrühmlichen Preis abzuholen. "Aber Sie können sicher sein, dass wir den Preis zustellen", betonte Präsident Wegner. "Und zwar per Einschreiben."

[Quelle: Sharkproject, nullzeit.at]

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