Freitauchen unter Eis: Neuer Weltrekord am Weißensee
Tags: Apnoe Eishockey, Freitauchen unter Eis
Der österreichische Extrem-Freitaucher und nullzeit.at-Redakteur Christian Redl wollte es wieder wissen. Am Samstag, 6. Februar 2010, startete er einen neuen Weltrekordversuch in seiner Parade-Disziplin, dem Freitauchen unter Eis. Mit 100 Meter konnte er seinen eigenen Weltrekord - den viele schon brechen wollten, aber noch keiner an seine Weiten herankam - um stolze 10 Meter verbessern.
Das Enfant terrible der österreichischen - und internationalen - Freitauchszene, Christian Redl, konnte am 6. Februar 2010 seinen eigenen Weltrekord im Streckentauchen unter Eis nochmals überbieten. Im Vorjahr, genauer gesagt im März 2009, schwamm er unter dem rund 40 Zentimeter dickem Eis des Kärntner Weißensees mit einem Atemzug 93 Meter weit - am 6. Februar zog es ihn wieder dorthin zurück, um diese Distanz um sieben weitere Meter zu toppen.
"Mittlerweile ist der höchstgelegene Badesee Europas meine zweite Heimat geworden", erklärt Christian seine Vorliebe für das Freitauchen im Weißensee.
Beim Weltrekord hatte das Wasser des Sees im Bezirk Spittal um die zwei Grad, außerdem musste sich Redl auf schlechte Sichtverhältnisse einstellen, da es am Freitag in weiten Teilen Kärntens geschneit hatte. Um den zahlreichen Zusehern jedoch einen Blick auf den Rekordversuch zu ermöglichen, polierte der Eismeister des Weißensees extra die Rekorddistanz.
Die Aktion war also alles andere als ein Spaziergang - vom beklemmenden Gefühl des Freitauchens unter einer geschlossenen Eisdecke ganz zu schweigen.
Widrige Verhältnisse
Bei seinem Tauchgang im Vorjahr war die Lage mit 30 Zentimetern Neuschnee ähnlich. "Man hat das Gefühl, man taucht in der Nacht", beschrieb er damals seine Gefühle. Im Jahr 2003 hatte Christian seinen ersten Rekord (90 Meter) im selben Gewässer aufgestellt. Nach einigen Weltrekorden in wärmeren Gefilden (Freitauch-Weltrekorde in Höhlen in Mexiko) versucht es der Extremsportler nunmehr also erneut in seiner eisigen Parade-Disziplin, die ihm auch den Beinamen "Der Eismann" einbrachte.
Das gesamte Team von nullzeit.at gratuliert Christian zum geglückten Rekord!
[Quelle: Christian Redl, nullzeit.at]
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