boot 2011: Die größte, kleine Haiausstellung der Welt
Tags: boot 2011, Sharkproject
In der Taucherhalle 3 auf der boot in Düsseldorf lohnt sich heuer ein Besuch am Sharkproject-Stand. Hier öffnet sich heuer erstmals das Eingangs-Schott zu einer einzigartigen Haiausstellung. Auf 100 qm präsentieren die Haischützer die MS-HAITANIC, die größte, kleine Haiausstellung der Welt. Faszinierend...
3-D-Animationen, lebensgroße Haimodelle und spannend verpackte Informationen erwarten die Ausstellungsbesucher inmitten eines verrosteten „Schiffswracks“, das mitten in der Halle 3, Stand H21 der Messe Düsseldorf gestrandet ist.
In den Gängen und Kabinen des Wracks der MS HAITANIC erschließt sich dem Ausstellungsbesucher die ganze Welt der Haie. Angefangen mit dem Thema Angst, bei dem ein 5 Meter großer Weißer Hai durch die Schiffsplanken bricht, über anfassbare Anatomie mit einem 4,5 Meter großen Tigerhai geht es vorbei an einer an lebensgroßen Gebissen von verschiedenen Haiarten (darunter eine Jaws-Replik eines 5 Meter Weißen Hais) zu einem 3-D-Erlebniscenter an dem der Besucher die Sinne der Haie erfahren bzw. die Zerstörung der Meeresökologie in einer 3-D-Animation verfolgen kann. Die Ausstellung endet im Speiseraum des Wracks, dessen Esstisch sich beim näheren Hinsehen als Groß-TV mit einer erschreckenden Botschaft entpuppt.
Dazwischen gibt es viele spannend verpackte Hai-Informationen, viele Filme, Modelle und Bilder. MS HAITANIC, die erstmals auf der BOOT in Düsseldorf präsentiert wird, ist eine Ausstellung der ganz besonderen Art, die man/frau sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Haiunfälle in Ägypten
Die Mannschaft von Sharkproject wären keine Haischützer, wenn sie sich nicht auch zu den Haiunfällen in Ägypten zu Wort melden. Immerhin hat die Hai-Unfallserie in Ägypten ein weltweites Presseecho ausgelöst. In diesem sensationslüstern Umfeld haben sich unzählige „Experten“ zu Wort gemeldet. Und wie üblich wurde jede Menge freier Spekulation und noch mehr Blödsinn geschrieben und gesagt – mit dramatischen Folgen für die für das ohnehin strapazierte Image des Tieres Hai und letztendlich für die Tourismusindustrie Ägyptens.
Kein Wunder, dass die Tourismus-Verantwortlichen des Landes sofort und ziemlich überstürzt reagiert haben. Strände wurden gesperrt, Tauchen und Schwimmen verboten, Wachtposten eingerichtet und ein „Expertenrat“ einberufen, der die Unfallserie untersuchen sollte. Die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht und haben mehr politischen als wissenschaftlichen Background. Ein Hai soll für alle die Unfälle verantwortlich sein und dieser eine Hai soll gefangen werden und in einer entlegenen Region des Roten Meeres wieder freigesetzt werden. Kurzum – die Tourismusindustrie läuft wieder und das neue/alte Killerimage des Hais stört keinen. Außer Sharkproject.
Es ist so viel Blödsinn geschrieben und gesagt worden, dass Sharkproject einen der weltweit renommiertesten Hai-Wissenschaftler Dr. Samuel Gruber, von der Universität Miami gebeten haben, hier einmal Klartext zu reden. Begleitet wird er von den Hai-Wissenschaftlern Dr. Kessel, Universität Miami und Dr. Vera Schlüssel, Universität Bonn. Was stimmt, was ist Spekulation, was ist Blödsinn? Und wo liegt des Pudels Kern bei der ganzen Geschichte ? Das sind die Fragen, die in der Sharkproject-Pressekonferenz am Montag, 24.1. auf der boot beantwortet werden sollen. Ab 15.00 Uhr stehen die Wissenschaftler darüber hinaus am Stand von Sharkproject (Halle 3/H21) zur Verfügung.
Hintergrund
Die MS HAITANIC-Premiere auf der BOOT wurde möglich durch die Unterstützung der Messe Düsseldorf, SSI Scuba Schools International und vieler Sponsoren, wie z.B. PANASONIC, die die gesamte 3-D-Technik und die vielen Monitore der Ausstellung lieferten, Pixellusion GmbH, Köln, Noise Industrie, Boston, tbm GmbH, München und Vargtimmen Mediagroup, Köln die für Technik und 3-D-Animationen sorgten.
Nach der BOOT in Düsseldorf wird die Ausstellung für 2 Jahre durch Deutschland, Österreich und die Schweiz wandern. Erste fest geplante Termine sind im Februar 2011 auf der FREE in München, im März 2011 die ITB in Berlin und im April auf der World Tourism Forum in Luzern.
[Quelle: Sharkproject]
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