Tauchmagazine: Das große Rauschen im Blätterwald
Tags: Tauchen
Dieser Tage rauscht es mehr als kräftig im deutschen Blätterwald: Das Tauchmagazin "tauchen" wechselte mit sofortiger Wirkung seine Chefredaktion. Hintergrund dürfte der rasante Leserschwund des einstigen Marktführers gewesen sein. Doch auch anderen Magazinen der Branche geht es nicht eben berauschend.
Wie treffend erscheint die Titelseite der aktuellen "tauchen" im Oktober: "Das große Fressen" lautet die Schlagzeile. Damit dürfte aber wohl nicht der Chefredakteurswechsel gemeint sein - oder etwa doch?
Zur aktuellen Situation von "tauchen" bloggte Werner Lau, Tauchbasen-Primus und Szenekenner, als erstes über die Ablöse der Österreicherin Carolyn Martin als Chefredakteurin der Zeitschrift "tauchen".
Kurz danach folgte der nächste Eintrag von ihm - die Nachfolgerin wurde bereits bestimmt: "Aus gut informierten Kreisen haben wir erfahren dass ein Nachfolger für Carolyn Martin gefunden wurde! Die Nachfolge übernimmt ein bekanntes Gesicht: Maike Grützediek. Maike leitete bereits Ende 90er Jahre die Redaktion der "tauchen". Wir wünsche Maike eine gute Hand und viel Erfolg in diesen schweren Zeiten - schwere Zeiten insofern als die Auflage des Magazins in Q2/2011 erstmals unterhalb von 20.000 (!) Exemplaren lag (Abo und Einzelverkauf)"
Wohl gemerkt, wir reden hier von der "tauchen - Europas großes Tauchmagazin", wie man sich selbst im Untertitel bezeichnet. Und tatsächlich sieht es anderswo nicht sehr viel besser aus. Die Branche schwächelt massiv.
Starker Leserrückgang bei allen Printmagazinen
Und genau da dürfte auch der sprichwörtliche Hunde begraben sein - die Tauchmagazine verlieren immer mehr Leser, um nicht zu sagen, sie laufen ihnen in Scharen davon. Linus Geschke von Taucher.net hat hier etwa einen sehr guten Überblick geliefert, den wir hier auszugsweise zitieren wollen. Er bezieht sich dabei auf aktuelle Absatzzahlen laut IVW Deutschland aus dem 3. Quartal 2009:
"So verzeichnete die „tauchen“ bei den Abonnenten einen Rückgang von 17.189 auf 15.734, was einem Verlust von 8,46 Prozent entspricht („unterwasser“ im selben Zeitraum: 14.596 Hefte gegenüber 13.559 Heften im selben Quartal des Folgejahres, ein Rückgang von 7,10 Prozent). Noch deutlicher fällt das Ergebnis im Einzelverkauf aus: Hier stehen monatlich durchschnittlich 12074 verkauften „tauchen“-Heften (03/08) nunmehr lediglich 10.311 Exemplare (03/09) gegenüber – was einem Verlust von 14,60 Prozent entspricht. Noch problematischer erscheint die Lage der „unterwasser“ im Handel: Innerhalb des Vergleichszeitraumes fiel die Auflage der verkauften Einzelexemplare von 14.062 auf 10.716: 23,78% der Leser kehrten dem Magazin innerhalb nur eines Jahres im Handel den Rücken zu."
Ausblick in die Zukunft?
Das Grundproblem dabei ist, dass die Tauchindustrie an und für sich, immer noch der Meinung ist, ein Inserat in einem "PRINTMAGAZIN" (wir betonen jetzt bewusst das Wort, wie es oft im perönlichen Gespräch betont wird) löst alle Probleme der Branche. Dabei wird allerdings nicht bedacht, dass die Branche sich grundlegend ändern muss - sonst hilft das beste Inserat nichts. Und dass sich etwas grundlegend ändern muss, sieht man schon allein bei den Absatzzahlen der Magazine.
Man darf gespannt sein, was sich die neue Chefredakteurin der "tauchen" einfallen lässt, um den Leserschwund zu stoppen. Denn eines ist gewiss: Wo keine Leser, da bleiben auch die Inserenten, ohne die keine Zeitschrift überleben kann, mehr als schnell weg.
[Quelle: nullzeit.at, Werner Lau, Taucher.net]
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| Kommentar von: Rainer Merten | gepostet:
19.10.2011 16:22
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Ich habe es vor einem Jahr aufgegeben |
| in Printmedien zu werben und es nicht bereut! Nach Recherchen und Umfragen bei meinen Kunden habe ich festgestellt, das ich jahrelang umsonst in Anzeigengräbern wie Reisemarkt und ähnlichen sehr viel Geld fehlinvestiert hatte. Sicherlich hat die Printwerbung auch nicht mehr den Stellenwert wir noch vor 10 Jahren und wird immer mehr von den onlinemedien ersetzt. Meine Vorschläge an die Verlage zur Veränderung der Anzeigenposition wurde nicht angenommen. Also habe ich die Anzeigenschaltungen gekündigt. Warum soll ich weiterhin 10000€ im Jahr für Werbung ausgeben, die nicht gelesen wird? Anstelle dessen werbe ich nun auf Facebook, google und Co. für einen Bruchteil der Kosten und das effektiv! |
| Kommentar von: deBecquelin | gepostet:
14.10.2011 00:14
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das letzte gefecht |
| Dass Maike Grützediek den Job wieder übernimmt.ist im Griunde eine Farce. Ausgerechnet sie, die von von der Superverlegerin Alexandra Jahr geschasst wurde und dann notgedrungen abgefunden werden miusste, Dieser Verlag ist sich für keine Peinlichkeit zu schade. |
| Kommentar von: Klaus-M. | gepostet:
02.10.2011 00:03
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Längster Kommentar ever |
| Hallo Martin, danke für deinen Kommentar. Es kommt selten vor, nein, es ist meines Wissens noch nie vorgekommen, dass der Kommentar länger als der Artikel ist. Aber ich habe deine Ausführungen mit sehr viel Interesse gelesen. Ich finde gut, was du machst und ich bin der Meinung, dass es einen Wandel gibt und so wie Nokia verschlafen hat, (als noch vor 2 Jahren Platzhirsch) einen Trend mitzugehen, haben es meiner Ansicht nach die Printmedien verabsäumt den Online-Trend stärker in den Fokus zu rücken. Ja, man hat es mitgemacht, aber man hat sein Konzept nicht dahingehend entwickelt. Ich habe noch 1!! Abo eines Magazins und hier habe ich mir gerade überlegt, ob ich nicht auf die digitale Version wechsle. Bis jetzt war es mir zu mühsam am Computer ein Magazin zu lesen, aber mit meinem neuen Tablet ist das Geschichte, das kann ich jetzt endlich auch mit aufs Klo nehmen :). Ich glaube ja mittlerweile, dass man nicht mehr alleine mit einem "Online"-Magazin punktet, sondern diese Information muss stark mit den wesentlichen Social Media Funktionen vernetzt sein. Die Leute wollenn, wie hier vereinfacht mit Kommentaren möglich, sich auch austauschen (zumindest manche) oder zumindest einen Impuls an ihre Freunde senden. Neben Video (was ihr ja perfekt adaptiert habt) ist das der zweite Trend, den man verinnerlichen muss, wenn man in der Verlagsbranche überlegen will. so gar. gn, kms |
| Kommentar von: Martin Helmers | gepostet:
01.10.2011 13:41
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Ein Blick hinter die Kulissen |
| Ich versuche das komplexe Thema mal aus der Sicht eines "Insiders" zu erläutern. Interessiert sicher nicht jeden, aber vielleicht regt es mal zum Denken und diskutieren an. Ich möchte nicht unsere Mitbewerber - die Kaufmagazine - in Schutz nehmen, aber das Blätterwald-Rauschen ist zum Teil auch eine Folge des Rauschen in der ganzen Tauchszene. In den letzten Monaten sind verschiedene Firmen in finanzielle Schwierigkeiten gekommen, haben geschlossen oder versuchen die Aschewolke und die Ägyptenkrise durch Sparen an der Werbung auszugleichen. Wo kein Geld ist, kann man nichts ausgeben. Natürlich ist das Reduzieren oder Streichen der Werbung eine schnelle effiziente Möglichkeit kurzfristig den Gewinn zu verbessern. Genauso kann man ja auch bei einem Flugzeug den Motor abstellen, wenn man erstmal oben ist. Kurz geht das, aber irgendwann wird man feststellen, dass die Idee auf Dauer suboptimal ist. In der Tauchbranche ist Trend zu den Online-Medien sicher mindestens genauso stark, wie anderswo. Internet ist schnell, einfach und billiger als Print und daher eine preiswerte Alternative. Aber Internet funktioniert allein nicht - vielleicht noch nicht. Warum sollten sonst Firmen wie e-Bay, Amazone, 1&1 .... so massiv im Print mit Anzeigen vertreten sein? Print hat nach wie vor die Aufgabe, den Bedarf beim Leser zu wecken und ihn zum Träumen anzuregen. Ist der Denkapperat erstmal angesprungen, geht die Reise unweigerlich ins Web, wo man sich gezielte Informationen sucht. Und da gibt es eben mehr oder weniger qualifizierte Möglichkeiten. Jeder muss selber für sich entscheiden, ob er in Foren die Weisheit sucht, oder ob er journalistisch sauber recherchierte Beiträge bevorzugt. Beides ist in der Regel nicht objektiv. Wer das möchte, sollte nur die technischen Daten vergleichen und selbst die sind eigentlich unwichtig. Es gibt gesetzliche Vorgaben, so dass jeder erwarten kann, dass er mit seinem Equipment überleben wird. Vieles ist Geschmacksache. Die heute besuchte Hotelanlage, kann morgen einen neuen Manager bekommen. Dann sieht dort auch alles anders aus. Also 100% objektiv ist kaum machbar und nur ein Traum von Leuten, die nicht hinter die Kulissen sehen. Ich unterstelle jedem Journalisten, dass er aus seiner Sicht einen objektiven Bericht abliefern möchte. Jedoch hat jeder Mensch andere Erwartungen und Ansprüche. Sicher gibt es Bevorzugungen und eine Vor-Auswahl von Produkten oder Reisezielen. Beim SeaStar Magazin sehen wir natürlich zu, dass zunächst unsere Kunden im Magazin unter kommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir schlechte Produkte schön schreiben und dies wird bei den anderen Medien auch nicht anders sein. Wir haben diese Gratwanderung seit je her nicht mitgemacht und uns auf reine Produktvorstellungen beschränkt. Eine Gegenüberstellung der technischen Daten vielleicht noch und dann wird auf den Fachhandel verwiesen, der besser beraten kann als die meisten Redakteure. Noch so gut gemeinte Tests gehen meist nach hinten los. Letztlich muss ich jede selber überlegen, was zu Ihm passt. Das iPhone ist in vielen Disziplinen weit hinter der Konkurrenz und trotzdem unangefochten Marktführer. Wozu also Test? Jetzt wieder zu den Kaufmagazinen. Mit den oben genanten "Sparmaßnahmen" beginnt dann jedoch der Teufelskreis. Die rapide sinkenden Verkaufszahlen erfordern, dass auch die Kosten gesenkt werden müssen. Mit den wegbrechenden Kunden fallen auch die Inserenten weg. Die sehen nicht ein, die hohen Preise von vor 5 Jahren zu zahlen und dafür nur noch die Hälfte der Leser zu erreichen. Keine Verkäufe und keine Anzeigen beschleunigen weiter die Abwärtsspirale. Man muss den beiden "großen" jedoch zu Gute halten, dass die Magazine seit Monaten sensationell gemacht sind. Sie übertreffen sich mit Hochglanz, super Bildern und interessanten Artikeln und trotzdem fallen die Leser weg. Innerhalb von nicht mal einem Jahr wurden bei beiden die führenden Köpfe ausgetauscht. Nur was sollen die Nachfolger bewirken? Das Himmelfahrtskommando Chefredaktion beim Printmagazin kann nur scheitern, weil die guten alten Zeiten nicht mehr zurück kommen werden. Ich drücke den Nachfolgern wirklich die Daumen und bin gespannt, wie Ihr Rezept für die Zukunft aussieht. Als Trost kann man anführen, dass dies alles kein Problem der Tauchbranche ist. Ich habe neben dem SeaStar Magazin seit 1982 die Lokalzeitung KLEEBLATT im Verlag, die sich ebenfalls von Werbung finanziert. Vor Jahren wurde die lokale Tageszeitung eingestellt und jetzt kämpfen die angrenzenden alteingesessenen seriösen Zeitungen um die Abonnenten und das Überleben. Auch hier sind die Auflagen im freien Fall. Man könnte so im gesamten Blätterwald fortfahren... Dieser Trend ist jedoch seit Jahren absehbar gewesen. 2005 riefen wir den Abenteuer-Event "SeaStar Discovery" ins Leben, wo es darum geht, dass neue Leute für das Tauchen begeistert werden. Mittlerweile ist der fest mit Facebook vernetzt und hat sensationelle Zugriffszahlen. Selbst branchenfremde Medien und das Fernsehen berichten intensiv über die Aktivitäten der Kandidaten auf dem Weg zum Tauchschein. Solche Events braucht die Branche viel mehr, damit der Nachwuchs gesichert ist. 2006 startete SeaStar als erster in der Szene mit Bewegtbild-Produktion mit einem eigenen Web-Player. Mittlerweile ist dieses ein wichtiges Standbein geworden und generiert pro Tag mehrere tausend Filmaufrufe, auch viele ausserhalb der Tauchbranche. 2009 waren wir die ersten, die mit mySeaStar ein soziales Netzwerk für Taucher ins Leben gerufen haben. Wir waren "damals" Kopf an Kopf mit den Funktionen von facebook und haben dort spezielle Features wie Online-Logbuch, iPhone App, Bildergalerien und interaktive Tauchplatzkarte. Unser 1997 in Leben gerufene TauchSport/SeaStar Magazin hat bis zum heutigen Tage auch einige Wandlungen durchgemacht. Es ist immer noch kostenlos und unsere Vertriebspartner sind immer noch der Fachhandel, die Tauchvereine und die AIDA Clubschiffe. Wir verzichten weiterhin auf Dumping-Werbung und Internet-Preise und wir haben immer noch keine vergleichende Testberichte im Heft. Mache Innovationen sind einigen Inserenten sicher zuviel gewesen. Es ist eben bequem, wenn man Jahrzehnte lang das Gleiche macht. Daran hat man sich gewöhnt. Das Dumme ist nur, dass nichts so Beständig ist, wie die Veränderung. Stillstand bedeutet Rückschritt und das bekommen viele Magazine jetzt zu spüren. Schon seit Jahren gibt es das SeaStar Magazin kostenlos online zum herunterladen im Internet oder man kann es am Bildschirm komplett durchblättern. Mit der Funktion waren wir ebenfalls die ersten und haben mittlerweile mehr Online-Zugriffe, als die Kaufmagazine Leser am Kiosk. Dummerweise trifft die Werbemüdigkeit und der Überdruss der Kunden gegenüber "den" Print-Magazinen auch SeaStar. Da es sich allein durch Werbung finanziert, haben wir die perverse Situation, dass viele Leser danach verlangen, das Magazin beim Fachhandel gefragt und beliebt ist, aber die Werbeeinnahmen uns herunter bremsen. Zum Glück boomen aber die anderen Standbeine. Die Filmproduktion sowie unser medienwirksamer Event gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das merkt jetzt auch langsam die Branche. Dafür werden, ohne mit der Wimper zu zucken, mehrere tausend Euro Budget locker gemacht. Im Gegenzug sind die geforderten Rabatte für Print-Werbung bald im "dreistelligen" Bereich. Gesund ist das nicht, aber man muss ja nicht jeden Trend mitmachen. SeaStar arbeitet seit einiger Zeit an eine iPad Ausgabe. Die wird jedoch keine 1:1 Umsetzung der Druck-PDF, sondern soll multimedial vollgestopft mit Filmen und Fotos sein. Ein echter Mehrwert für den Leser. Darauf haben wir seit Jahren hingearbeitet und jetzt kann man Print, Internet und Film zusammenfügen - Apple sei Dank. Also beim kommenden Weihnachtsfest nicht vergessen, den iPad unter dem Baum zu wünschen! Das löst jetzt aber immer noch nicht das Problem der Druckbranche. Meiner Meinung nach könnten aus den derzeit über acht Tauchmagazinen vielleicht die Hälfte noch vom reduzierten Werbekuchen existieren - sinkende Tendenz. Das Dahinsiechen wird weiter gehen und man darf gespannt sein, wer wie lange noch Puste hat, um so weiter zu machen, wie bisher. So - das war jetzt das Wort zum Sonntag und sicher nur für wenige interessant. Es sollte auch keine Werbeveranstaltung für SeaStar sein. Das Magazin ist ja ebenso von der Werbemüdigkeit betroffen, wie alle anderen. Wir denken aber weiter über zukunftssichere Lösungen nach und sind gespannt, wie die Kollegen das Problem meistern wollen. Manche Dinge vermisst man ja erst, wenn Sie nicht mehr da sind. Das war mit Tante-Emma-Läden so, mit dem Eis an den Polkappen und mit den Haien im Meer. Mit iPad Magazinen kann man aber keine nassen Neopren-Schuhe ausstopfen und Fische einwickeln muss man ja bald nicht mehr, da die ja auch immer weniger werden. |
| Kommentar von: ksmichel | gepostet:
29.09.2011 13:38
X |
Quittung für ausschließlich anzeigenkundenfreundliche "Berichterstattung" |
| Außer einer sicherlich belegbaren Tendenz zu Online-Quellen mache ich noch einen weiteren Verursacher aus: Die Abhängigkeit von Anzeigenverkäufen hat zu einer Veröffentlichungspraxis geführt, in der der Nutzwert und die kritische journalistische Distanz in der Regel fehlt. Produkte werden gnadenlos hochgejubelt, kaum jemals aber warnt eine der Tauchzeitschriften vor einem Atemregler, der nur so tut, als sei er für Kaltwasser geeignet. In vielen Gesprächen mit den Redakteuren auf Messen wurde mir diese Zwangslage immer wieder hinter vorgehaltener Hand bestätigt. Kein Wunder, dass so mancher einen deftigen, vielleicht unsachlichen Kommentar in Taucherforen einer nur vorgetäuschten Objektivität in einem vom Leser schließlich auch bezahlten Tauchmagazin vorzieht. Diese Einschätzung gilt m. E. auch für Beschreibungen von Tauchzielen und Basen. Hier gilt klar: Gut darf nur sein, was als Anzeigenkunde auch inseriert. Und das glaubt wohl auch der dümmste Taucher nicht mehr. Ist aber die Glaubwürdigkeit dahin, dann ist es auch der Nutzwert. Man beachte auch den zweiten Wortteil "wert". Denn bei Nutzen Null ist auch der Wert, den ich zu zahlen bereit bin, sehr schnell auf Null gesunken. Ich erwarte von einer Tauchzeitschrift mehr Mut, journalistische Standards gegenüber Anzeigenkunden durchzusetzen. Da die Branche aber - wie viele Special-Interest-Bereiche - schon sehr vergiftet ist, dürfte das ein vergeblicher Wunsch bleiben. |
| Kommentar von: Tony | gepostet:
27.09.2011 20:09
X |
Änderung des Medium |
| ja, die Branche verändert sich schon länger, aber viele Verläge haben da zu spät reagiert. Naja jetzt kommt die Rechnung dafür. Drum les ich auch gerade auf meinem Samsung Galaxy Tab 10.1 |
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