Malediven verbietet Wellnessbereiche


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Kurz vor Jahresende lässt die maledivianische Regierung mit einem Paukenschlag aufhorchen: Zur Verhinderung von Prostitution verbietet der islamische Inselstaat alle Spas und Wellnessbereiche und bringt damit unzählige Hotels in Bedrängnis, wie der ORF berichtet.

Zur Prostitutionsbekämpfung hat die Regierung der Malediven die Schließung der Wellnessbereiche in den Hotels des Inselstaats im Indischen Ozean angeordnet. Der Erlass des Tourismusministeriums gelte auch für Kosmetik- und Massagesalons in allen Beherbergungsbetrieben der Malediven, sagte ein Regierungsvertreter gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Die Regierung reagierte mit der Entscheidung auf Proteste einer einflussreichen islamistischen Partei, die in den Wellnessanlagen Horte der Prostitution vermutet.

Wichtige Einnahmequelle
Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen auf den aus 1.192 Inseln und Inselchen bestehenden Malediven. Das Land ist vor allem ein Ziel von Luxus- und Hochzeitsreisen. Im zu Ende gehenden Jahr wurden nach offiziellen Angaben rund 850.000 Touristen gezählt.

Der Islam ist auf den Malediven Staatsreligion. Noch vor wenigen Tagen hatte Staatschef Mohammed Nasheed allerdings bei seinen rund 330.000 Landsleuten für eine tolerante Religionsauslegung geworben.

(Quelle:ORF)

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