249,5 Meter: Herbert Nitsch war tiefer als erwartet


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Zum Vergrößern anklicken - Foto: Herbert Nitsch Presse
Einer der offiziellen Zeitmesser - im Durchschnitt pendelten sich alle bei 249,5 Meter ein 

Wie aus dem Umfeld von Herbert Nitsch zu erfahren war, befindet sich Herbert derzeit auf Rehabilitation in Deutschland - und fühlt sich sichtlich wohl. Des weiteren hat die Auswertung seiner Tauchcomputer ergeben, dass er sogar noch tiefer war, als bislang angenommen.

Zuerst die beste Nachricht von allen: Wie aus dem persönlichen Umfeld von Herbert Nitsch zu erfahren war, befindet sich Herbert samt Vater in einem deutschen Sanatorium, um sich von den Strapazen der letzten Wochen zu erholen. Es geht ihm gut, die Druckkammerbehandlung im Navy-Krankenhaus in Athen nach seinem Weltrekord vor Santorin hat Wirkung gezeigt.

Auch die Auswertung seiner unzähligen Tauchcomputer, die er beim Rekordtauchgang mitgeführt hat, haben gar Wundersames zu Tage gefördert: Herbert Nitsch war offiziell auf 249,50 Meter Tiefe - also über 5 Meter tiefer als geplant. Ursache dafür dürfte die Dehnung des Abstiegsseils gewesen sein, die durch das "Einschlagen" des Schlittens passiert ist. Dadurch wurde das auf 244 Meter montierte Seil um ganze 5 Meter gedehnt. Herbert Nitsch hält also derzeit tatsächlich den absoluten Rekord für den Tauchgang mit nur einem Atemzug auf 249,5 Meter.

Einige der mitgeführten Tauchcomputer haben beim Abstieg übrigens den Geist aufgegeben - für eine derart große Tiefe waren sie einfach nicht gebaut. Aber vier Tauchcomputer haben alle dasselbe Ergebnis gebracht - die Tiefe gilt also.

Beim Wiederaufstieg kam Herbert Nitsch dann aber in 10 Meter Tiefe nicht - wie geplant - aus seinem Schlitten, so dass ihm Taucher raushelfen mussten. Er erreichte aber anschließend aus eigener Kraft die Oberfläche und gab das OK-Zeichen, um anschließend - wie bereits berichtet - aus eigener Kraft auch wieder mit Sauerstoff abzusteigen, um seine 20minütige Dekopause einzuhalten. Allerdings hat die nasse Dekompression nicht geholfen - wie man jetzt weiß.

Der Rekordtauchgang mag zwar von keiner offiziellen Stelle akzeptiert werden - für uns ist aber Herbert Nitsch mit seinen nunmehr offiziell erreichten 249,5 Meter wahrlich der tiefste Mensch der Welt. Ein Österreicher - und überaus sympathischer Mensch dazu - auf den wir alle zu Recht stolz sein können. Gratuliere Herbert!

Diskussionen über Sinnhaftigkeit
In der Freitauchszene sind übrigens in der Zwischenzeit etliche Diskussionen über die Sinnhaftigkeit solcher Rekordversuche aufgetaucht. Man mag trefflich darüber streiten, ob man dadurch nicht potenziellen Anfängern des Freitauch-Sports ein falsches Signal gibt. Aber - seien wir doch mal ehrlich: gibt die Formel 1 ein falsches Signal an alle Fahranfänger, geben Tek-Diver und Höhlentaucher ein falsches Signal an alle Sporttauchanfänger oder gar Weltrekord-Athleten jedweder Disziplin an Hobbysportler? Wir meinen: Nein.

Und nur durch solche "Versuche", wie Herbert sie gemacht hat, gewinnt man überhaupt neue Erkenntnisse für den Freitauchsport. Wir erinnern uns: noch vor wenigen Jahren meinten renommierte Tauchmediziner, es sei physikalisch unmöglich, als Freitaucher sehr viel tiefer als 100 Meter zu tauchen, ohne den Tod zu riskieren. Herbert Nitsch hält den offiziellen Weltrekord (von der Freitauchorganisation AIDA anerkannt) über 214 Meter. Am 6. Juni tauchte er 249,5 Meter tief und überlebte auch diesen Tauchgang.

Wenn das mal nicht eine neue Erkenntnis ist, die früheren medizinischen Annahmen diametral gegenüber steht.

[Quelle: nullzeit.at]

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Kommentar von: nzd gepostet: 02.07.2012 13:06 X

Zusammenfassung:
Hoch lebe Herbert (solange er noch lebt) - nur durch ihn wissen wir wie zu überleben - wenn das nicht absoluter Humbug ist - es sei denn Herbert selbst sieht sich als medizinisches "Versuchskaninchen" bis es einmal doch tödlich ist. Nur ist es damit auch nicht getan - es wird der nächst kommen der dann bestehende Rekorde wieder bricht - oder zumindest will.

Kommentar von: FrankJ gepostet: 21.06.2012 16:45 X

Fragwürdig ...
Zitat: Am 6. Juni tauchte er 249,5 Meter tief und überlebte auch diesen Tauchgang. Wenn man diesen Satz für sich liest, trifft er eigentlich die Meinung der Kritiker auf den Kopf. Nach dem Motto: Wir machen mit den Rekorden so weiter, bis man sicher ist, dass es absolut tödlich ist. Bei Audrey Mestre war es noch ein Unfall, jetzt vielleicht der körperliche Zustand mit wenig Schlaf ...



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19.6.2012 | Leo Ochsenbauer
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