Projekt Gyoko: Freitauchen in den höchsten Bergseen der Welt
Tags: Redl Gyoko
Christian Redl, Apnoe-Crack und mehrfacher Weltrekordhalter im Freitauchen unter Eis, arbeitet weiterhin hart an seinem Projekt, in den höchstgelegenen Bergseen der Welt zu tauchen – und dabei auszuloten, wozu der menschliche Körper fähig ist.
Während des Projekts Gyoko, das von 6. bis 27 Oktober 2012 in den sechs Gyoko Seen im Himalaya-Gebirge in Nepal stattfinden wird, sind Freitauchgänge in Höhen von 4.700 bis 5.100 Meter und in Tiefen von bis zu 61 Metern geplant. Dabei sollen medizinische Untersuchungen stattfinden, um herauszufinden, wie der menschlich Organismus auf den akuten Sauerstoffmangel in diesen Höhenlagen bei Tauchgängen reagiert. Beträgt normalerweise der Sauerstoffanteil in der Luft 21 Prozent, liegt er in dieser extremen Gegend bei nur 14 Prozent – ein Zustand, der das Blut verdickt und dadurch die wichtigsten Organfunktionen beeinträchtigen kann.
In diesen Höhen ist bereits das Wandern und das Bergsteigen ohne zusätzlichen Sauerstoff lebensgefährlich – vom Freitauchen ganz zu schweigen. Christian Redl möchte es trotzdem versuchen und riskiert dafür – wieder einmal – alles. Bei den Trainingseinheiten, die er und sein Team im österreichischen Dachstein-Gebirge absolvieren, wird dennoch versucht, das Risiko zu minimieren und seinen Körper an die extreme Höhenlage zu gewöhnen. Zu seinem Team gehören etliche Mediziner und Wissenschaftler, die vermeiden helfen sollen, dass Christian sich ein lebensbedrohliches Lungenödem zuzieht. Dennoch dient Christian Redl hier als menschliches Test-Dummy – noch wagt niemand vorherzusagen, wie die Tauchgänge ausgehen werden.
Man darf gespannt sein, welche medizinischen Erkenntnisse im Oktober dieses Jahres gewonnen werden. Wir wünschen Christian auf alle Fälle viel Glück bei seinen Trainings und natürlich auch beim Projekt selbst.
[Quelle: Nullzeit]
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