Costa Rica sagt der Haimafia den Kampf an
Tags: Haischutz, Finning
Costa Rica hat vor wenigen Tagen eines der härtesten Haischutzgesetze erlassen und sagt damit der Finning-Mafia den Kampf an. Milliardär Richard Branson - selbst Umweltschützer - war bei der Unterzeichnung des Gesetzes vor Ort.
Vor genau einer Woche, am Mittwoch, 10. Oktober, unterzeichnete die Präsidentin von Costa Rica, Laura Chinchilla, und der Umweltminister René Castro gemeinsam mit dem Milliardär und Umweltschützer Richard Branson ein neues Gesetz, das sowohl das Finning von Haien als auch den Im- und Export von Haiflossen in Costa Rica verbietet. In einem symbolischen Akt fand diese Gesetzesverabschiedung im Nationalpark von Manuel Antonio statt.
Zusätzlich wurden staatliche Mittel genehmigt, um z.B. Radaranlagen zu errichten, die 100% der Küstenlinie Costa Ricas abdecken können. "Dieser Erlass wird das Haifinning in unseren Gewässern für immer abstellen - eine Technik, die für ein Land wie unseres, das seine natürlichen Ressourcen dermaßen beschützt, sowieso inakzeptabel ist", freut sich Umweltminister Castro über das neue Gesetz.
"Unsere Message lautet: Null Toleranz für Haifinning", präzisiert Präsidentin Chinchilla ihre Kampfansage an die internationale Haimafia, die Costa Rica und deren private Ports bis dato als einen der wichtigsten weltweiten Umschlagplätze für Haiflossen genutzt hatte.
Der erst vor kurzem eingesetzte Minister für die Gewässer um Costa Rica, José Lino Chaves, schätzt, dass allein im Jahr 2011 rund 400.000 Haie rund um Costa Rica gefangen und auf brutalster Weise ihrer Flossen beraubt wurden.
"Ein toller Erfolg aller, die (mit uns) dort seit Jahren auf die Entscheidungsträger eingewirkt haben, um den Handel am Hauptumschlagplatz der weltweiten Finning-Mafia einzudämmen. Natürlich bleibt anzuwarten, ob die Maßnahmen greifen und effektiv umgesetzt werden. Die Gesetzgebung in Costa Rica jedenfalls hat die Schlupflöcher gestopft, die verblieben waren, wie gefordert. Wir sind stolz auf uns und unsere Mitstreiter", freut sich Gerhard Wegner, Präsident der Artenschutzorganisation Sharkproject über das jetzt erreichte Ziel, für das die Haischützer schon seit längerem kämpfen.
[Quelle: Sharkproject, ticotimes]
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