Tödliche Tauchunfälle in Oberösterreich
Tags: Tauchunfall Traunsee Attersee
Gestern Samstag war ein schwarzer Tag für den Tauchsport im allseits beliebten Salzkammergut. In kurzem Abstand starb ein Taucher bei einem Rekordversuch im Traunsee und ein weiterer bei einem Sporttauchgang im Attersee.
Im Salzkammergut sind am Samstag zwei Taucher tödlich verunglückt. Im Traunsee (Bezirk Gmunden) endete der Tiefentauchversuch eines Oberösterreichers tragisch. Im Attersee bekam ein Wassersportler in 40 Metern Tiefe Probleme, sein Begleiter konnte ihn nicht alleine an die Oberfläche ziehen. Bis zum Abend wurde ein Opfer geborgen, nach dem zweiten wurde noch gesucht.
Taucher wollte an tiefste Stelle des Traunsees
Der Tiefentaucher am Traunsee wollte die mit 192 Metern tiefste Stelle des Sees erreichen und dort zum Beweis eine Boje anbringen. Er war laut Wasserrettung gut ausgerüstet und perfekt vorbereitet. Unter anderem verfügte er über mehrere Flaschen mit speziellen Gasgemischen, die je nach Tiefe gewechselt wurden. Ein eigenes Prüf-Protokoll sollte klarstellen, wann welche Flasche zu nehmen ist. Zudem wurde der Mann von Sicherheitstauchern begleitet, die ihm allerdings nur bis in 60 oder 70 Meter Tiefe folgen konnten. Mehrere Ärzte waren in den Versuch involviert.
Tauchverbot verhängt
Wie weit er dann noch abgestiegen ist, kann erst festgestellt werden, wenn die Ausrüstung geborgen ist. Nach dem tödlichen Unfall hat die zuständige Behörde jetzt ein striktes Tauchverbot verhängt. Die Sperrzone der Bezirkshauptmannschaft Gmunden erstreckt sich über einen Umkreis von 100 Metern um die Unfallstelle.
Aufgrund der großen Tiefe, in welcher der Leichnam vermutet wird, sei eine Bergung vorerst nicht möglich. Nach dem Toten wird mit Spezialkameras gesucht, da Sonar in diese Bereiche nicht mehr vordringt. Bis die Suche nach dem Verunglückten abgeschlossen ist, wird die Verbotszone aufrechterhalten, hieß es am Sonntag von der Polizei.
Weiterer Unfall am Attersee
Am Attersee, nahe Weyregg, kam ein etwa 50-jähriger Oberösterreicher aus Thalheim bei Wels ums Leben. Er war mit seinem Bruder gemeinsam abgestiegen und hatte ihm in 40 Metern Tiefe signalisiert, dass er mit Problemen kämpfe. Der andere konnte ihn nicht allein an die Oberfläche ziehen und musste ihn zurücklassen, um Hilfe zu holen. "Wir haben sofort eine Suche mit Sonar gestartet", berichtete Einsatzleiter Heinz Campestrini der APA. Als der Taucher gefunden wurde, sei seine Pressluftflasche leer gewesen. Die Unfallursache stand vorerst nicht fest.
(Quelle:APA)
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