Das große Beben: Seychellen nur leicht betroffen


Die Seychellen wurden ebenfalls von Ausläufern der Flutwelle erfasst, es gab allerdings nur infrastrukturelle Schäden zu beklagen.

Wie wir erfuhren, hat im Zuge des ersten Tsunamis eine 4 Meter hohe Sturmwelle den südlichen und westlichen Teil von  Mahe getroffen. Des weiteren wurden Straßen und Brücken in einigen Gebieten von Praslin und La Digue durch die Flutwelle zerstört.

Am Wiederaufbau wird bereits gearbeitet. Der Tourismus, eine wichtige Einnahmequelle in diesem Gebiet, soll durch den Tsunami nicht betroffen sein. Alle Hotels melden normalen Betrieb. 

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Kommentar von: Thorsten Gräf-Herrmann gepostet: 06.01.2005 20:58

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Aufgrund der vielen persönlichen Anfragen poste ich mal eine exemplarische Anwort:

die Schäden auf den Seyschellen sind
naturlich nicht mit denen in Thailand
oder Sri Lanka zu vergleichen.
La Digue ist am Besten davongekommen, da fast alle Anlagen im Südteil der
Insel liegen.Zerstörungen hat es vor allem im Norden von Praslin und im
Osten von Mahe gegeben.
Die süd-westlichen Abschnitte der Inseln sind dagegen völlig in Takt, da die
Welle dort parallel zum Strand verlief und nur einige Boote mitgerissen hat.

Was die Sache aus meiner Sicht problematsch gemacht hat war die Tatsache,
dass einen Tag nach den Ereignissen ein ungewöhnlich starker Monsunregen
einsetzte, der bis zu unserer Abreise am 30.01.2004 unvermindert anhielt.Das
führte dazu, dass es besonders auf Mahe überall zu Erdrutschen kam, die oft
die einzigen Straßenverbindungen zwischen den einzelnen Inselbereichen
blockierten.
Darüber hinaus spühlten die vielen Bäche Unmengen von Dreck ins
Meer.Enheimische Taxifahrer sagten mir, dass auch dieses Phänomen völlig
ungewöhnlich sei und ein direkter Zusammenhang zum Beben drängt sich auf.

An Eurer Stelle würde ich daher vor allem die aktuellen Reisewetterberichte
verfolgen.Dort unter ist im Moment Regenzeit.Das bedeutet aber in der Regel.
15 Min.Schauer und danach wieder Sonne.Darüber hinaus solltet Ihr schauen,
wo Eure gebuchten Hotels genau liegen.Wenn der Monsun aufgehört hat wird
sich das Meer schnell selbstreinigen und auch die Wasserschäden werden
schnell behoben sein.Dann solltet Ihr Euch diesen Urlaub nicht nehmen lassen
denn eigentlich fahrt Ihr ins Paradies!

Vom Prinzip ist die Zeit auf Eurer Seite.

PS. Wenn Ihr Eure Reisekasse schonen wollt, nehmt Bargeld mit.Der offizielle
Wechselkurs liegt bei 1/7.Vor Ort wechselt aber fast jeder
Taxifahrer,indischer Geschäftsinhaber und Autovermieter 1/10.
Viele wichtige Dinge wie der Eintritt in den "Vallee de Mai National Park"
und auch die Fährverbindungen kann mann ausschließlich in ¤ oder $ bezahlen.

Kommentar von: simone mcsorley gepostet: 05.01.2005 10:23

augenzeugenbericht
Auch wir können die Aussagen widerlegen. Unsere Familie, die Großeltern (58 und 63 Jahre), wir 37 und 29 und unsere Kinder 8 und 3 Jahre alt verbrachten die Weihnachtszeit auf den Seychellen, wurden an der Nordostseite von der Insel La Digue völlig überraschend von der Flutwelle erfasst und kämpften in den Wassermassen um unser Leben.

Glücklicherweise sind alle mit Schürfwunden und Prellungen davon gekommen. Im Vergleich zu all dem Leid der Menschen in Asien sind die Auswirkungen der Flutwelle auf den Seychellen RELATIV gering, dennoch sind auch hier Menschen ums Leben gekommen, zum Glück nur sehr wenige, doch die Schicksale der Menschen, die ihre Existenz verloren haben und durch die Katastrophe obdachlos geworden sind, dürfen nicht aufgrund der geringen Auswirkungen vernachlässigt werden.

Auch hier wird viel Hilfe benötigt.

Kurz nach der Flutwelle erreichten uns im Patatran Village Hotel Nachrichten vom Cote d'Or Strand auf Praslin, an dem nach Augenzeugenberichten mehrere Hotels und vor allem die direkt am Strand liegenden Restaurants von der Flutwelle teilweise zerstört worden sind und Hotels daraufhin evakuiert wurden.

Wer eine Reise auf die Seychellen plant, sollte sich mit dem gebuchten oder geplanten Hotel direkt in Verbind setzen und sich nach dem Ausmaß der Flutwelle und der starken Regenfälle erkundigen, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Auch sollten Urlauber, die auf die Seychellen reisen nicht enttäuscht sein, wenn der ein oder andere Traumstrand nach der Flutwelle nur noch auf Fotos zu bewundern ist.

Wenn Sie planen auf die Seychellen zu reisen und mehr Fragen zu diesem Gebiet haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. www.citylounge-berlin.de

Kommentar von: thorsten gräf-herrmann gepostet: 02.01.2005 13:24

augenzeuge
eure aussagen kann ich leider nicht bestätigen.die inselgruppe hat es, trotz einer theoretischen vorwarnzeit von ca.8 std, völlig unvorbereitet getroffen.ich selbst war mit meiner frau auf der nordseite der insel praslin an der anse lazio und wir sind nur knapp dem tod entkommen.alle hotels an den nordsite von praslin sind größtenteils zerstört oder erheblich beschädigt.der indische ozean hat sich rund um die inseln in eine braune brühe verwandelt und tagelange monsunartige regenfälle haben zu weiteren schäden geführt.von einer reise dorthin kann ich daher in den nächsten wochen nur abraten



30.12.2004 | Leo Ochsenbauer
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