Hallstätter See
Durch seine Lage in der Mitte der 76 Salzkammergutseen eignet sich der See besonders fürs Tauchen.
Neben Steilwänden im südöstlichen Bereich kann der berühmte See auch mit flacheren, nicht minder interessanten Uferbereichen aufwarten. Um das Ortszentrum Hallstatt gleicht der See jedoch einer einzigen Müllhalde.
Von mittelalterlichen Werkzeugen über Funde aus der NS-Zeit bis zu rostigen Bügeleisen reicht die Palette der im trüben Wasser zu findenden Gegenstände im Gewässer beim Ortszentrum.
Am Hallstättersee bestehen teilweise Tauchverbotszonen. Der genaue Bereich der Tauchgebiete läßt sich bei den orstansäßigen Tauchschulen in Erfahrung bringen.
Achtung: Eistauchen darf nur zusammen mit den beiden am Hallstätter See offiziell zugelassenen Tauchbasen ausgeübt werden.
Geschichte ertauchen
Der von steil ins Wasser abfallenden Hängen umrahmte Hallstätter See liegt mitten im Salzkammergut, in einem der ältesten Siedlungsgebiete Europas.
Seine Ufer wurden bereits vor 5.000 Jahren besiedelt. Die Illyer und die Kelten förderten schon vor ca. 4.500 Jahren den größten Schatz der Gegend, das Salz.
Am Anfang des 8.Jh.v.Chr. nahm in Hallstatt die Kultur der älteren Eisenzeit, die sog. Hallstattzeit (800 - 400 v.Chr.) ihren Anfang. Sie bedeutete den Übergang von der Bronzezeit in das Zeitalter der Eisengegenstände und zeichnete sich durch einen hohen wirtschaftlichen Wohlstand, technischen Fortschritt und einen feinen Kunstsinn aus, wie es die archäologischen Funde beweisen. Taucherisch ist der Hallstätter See sicherlich einer der interessantesten aller Salzkammergutseen.
Wie alle Seen des Salzkammergutes hat auch der Hallstätter See ein sehr klares und sauberes Wasser. Es erwärmt sich nur im Hochsommer auf maximal 23 °C, und das nur an der Oberfläche. Somit zählt er zu den eher kühleren Seen. Im Winter friert er vollständig zu.
Viele Eistaucher wissen das zu schätzen. Die örtlichen Tauchschulen haben dafür spezielle Angebote. Dieser See ist auch besonders fischreich. Hier werden u.a. die größten Hechte des gesamten Salzkammergutes gefangen - ca. 1,5 m lang und 15 - 20 kg schwer.
Fische:
Rotauge, Seesaibling, Aitel, Grope, Reinanke (eher im Freiwasser), Äsche, Aalrutte, Hecht (große Exemplare nur im tieferen Freiwasser), seltener: Flussbarsch, Seeforelle, Bachforelle, Regenbogenforelle, verschiedene Weißfischarten
Besonders interessant:
Die Freizeitanlage Kessel bietet alles, was Menschen im Laufe der Jahrhunderte in einem See zu versenken vermögen - von Geschirr über Fahrräder bis zu Leiterwagen.
Bei Gosaumühle-Gosauzwang, wo auch ein Campingplatz ist, stehen in den dichten Algenmatten besonders viele Aalrutten.
Im südöstlichen Bereich sind die Steilwände absolut sehenswert.
Unter den diversen Bootshütten von Hallstatt hat sich eine sehenswerte Makrowelt angesiedelt, die ein Eldorado für Makrofotografen darstellt. Da gibt es Süßwasserpolypen, Süßwasserschwämme, Wasserschnecken v.a.m
Tauchverbote/Schutzzonen:
Die Sperrzonen sind unbedingt einzuhalten!
Ganz besonders streng ist - im Gegensatz zu anderen Berichten - das Tauchverbot vom Nordportal der Tunnelumfahrung von Hallstatt in südlicher Richtung bis zur Einmündung des Waldbaches.
Interessante Einstiegsstellen
1. Gosauzwang:
Von den sog. Öfen südwärts bis zur Einmündung des Gosaubaches in den See;
tagsüber von 8-19h betauchbar.
2. Hundsort:
vom Hoislfeld ca. 300m in südlicher Richtung bis zum sog. Hundsort;
1.5.-30.9 Tag und Nacht betauchbar.
3. Hallstatt:
Von der Einmündung des Waldbaches in den See südwärts bis zum Südende der Badeinsel Hallstatt;
ganzjährig Tag und Nacht betauchbar. Im Bereich der badeinsel lagen früher in 40 m Tiefe Munitionskisten.
Bei Schloss Grub kann man noch heute Standarten und Propagandamaterial aus der NS-Zeit finden.
4. Freizeitanlage Kessel:
Vom Kesselträunl bis zum Totenbachl (ca. 300m Uferlänge);
ganzjährig Tag und Nacht betauchbar.
5. Obertraun:
Von der Einmündung des Wasenbaches in den See bis zur Edlingerhütte (ca. 500m Uferlänge);
ganzjährig von 8-19h betauchbar.
6. Letten od. Untersee:
Von der Einmündung des Zlambaches in den Hallstätter See bis zum Ruderbrunnwald bzw. Rotengraben (ca. 450m Uferlänge);
1.7-30.9.; von 8-19h betauchbar
7. Schiffsanlegestelle Lerchenbach:
In 42 m Tiefe liegt ein US-Jeep
Nähere Auskünfte:
Tauch- und Freizeitzentrum Hallstätter See, Robert und Karin Funk, Gosauzwang 7, A-4823 Steeg, Tel. 06134/20606.
Tauchschule Zauner, Gerhard Zauner, Seestraße 113, A-4830 Hallstatt, Tel. 06134/8286.
Verfasser: August Gründl
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Neuer Kommentar
| Kommentar von: martina | gepostet:
07.03.2007 18:29
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Fläche See |
| der See hat 8,5km2 und nicht 3,58 km2!! |
| Kommentar von: H.J.Schwarz | gepostet:
15.09.2003 17:21
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Hallstättersee |
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Leider friert der Hallstättersee so gut wie nie zu. Die beschriebenen Müllhalden von Hallstatt unterliegen einem absoluten Tauchverbot, das auch beschildert ist. Die Hechte sind entweder 3m lang, dann wiegen sie 20kg, oder sie sind 1,5m lang und wiegen kaum die hälfte.
Nachttauchen am See ist leider verboten. Schloss Grub ist Privatbesitz, wer dort taucht begeht Besitzstörung. Adresse vergessen: Seehotel Wenk, Obertraun. Tauchbasis und Hotel 06131-462 |






