Höhlentauch-Projekt Palfauer Wasserloch
Am 24. August 2003 endete ein groß angelegtes Tauchprojekt, inmitten eines berauschenden Naturschauspiels: dem Palfauer Wasserloch, eine der größten wasserführenden Höhle der Steiermark.
Erfolgreicher Vorstoß in die Tiefe
Die 10-tägige Forschung des Bat-Diver-Exploration-Teams unter der Leitung von Robert Kriz wurde von mehreren erfolgreichen Tauchgängen bis in eine Tiefe von 60 Metern gekrönt. In 5° kaltem Wasser und bei schlechten Sichtverhältnissen wurde der obere Bereich des bisher kaum betauchten Karstphänomens kartographiert und vermessen. Dies bedingt eine komplette Umgestaltung der bislang von Geologen hypothetisch verfassten Pläne des Höhlenverlaufs.
Ein weiterer geplanter Tiefenvorstoß, bis in einen Tiefe von 75 Metern, musste aufgrund der abrupt stark ansteigenden Wassermenge aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Die tatsächlichen Ausmaße der Riesenkarstquelle bleiben somit spekulativ. Eines der größten Geheimnisse des Wasserlochs ist weiterhin ungelöst: die periodisch stark schwankende Schüttung, welche innerhalb weniger Minuten bis zum 20fachen des Normalwerts betragen kann. Für nächstes Jahr setzt sich Robert Kriz die Erforschung dieses Rätsels zum Ziel, wobei noch auf Unterstützung von Gemeinde und Landesregierung gehofft wird.
Nähere Informationen:
Ein Team von Tauchern und Forschern der Höhlenrettung, Mitglieder der Berg- und Wasserrettung, Seiltechniker, Spezialisten für Unterwasserfilmaufnahmen und vielen Helfern war notwendig, um den aufwendigen Materialtransport durch die Klamm und in den Canyon zu bewältigen und das großangelegte Projekt sicher und erfolgreich durchzuführen. Insgesamt wurden 1,5 Tonnen Ausrüstung und technisches Equipment in 129 Aufstiegen 300 Höhenmeter den Berg hinaufgetragen. Die tägliche Arbeitszeit betrug zwischen 10 und 14 Stunden.
Die teilnehmenden Forschungstaucher Robert und Sandra Kriz, Martin Göksu und Wolfgang Oesterreicher sind trainierte Höhlenrettungstaucher und geübt im Umgang mit technischen Atemgasen, sowie in Seiltechnik und Notfallmedizin. Das Team wurde durch die beiden Support- und Sicherungstaucher Gustav Seywald und Jürgen Frühwirth ergänzt.
Das Wasserloch liegt inmitten einer steilen und schwer zugänglichen Felswand am Südhang des Hochkars und steht unter Naturschutz, weshalb die Befahrung von Höhle und Klamm im Normalfall verboten ist. Erst durch die gute Kooperation mit den österreichischen Bundesforsten wurden die von langer Hand geplanten Forschungsarbeiten ermöglicht.
Für die weiterführende Forschung in die Tiefe, das Auffinden von Zu- und Abflüssen und hydrologische Untersuchungen zum Alter des Wassers werden noch Sponsoren gesucht.
Ansprechpartner:
Sandra Kriz (Forschungstaucherin/Presse)
skriz@doppelschicht.com
Robert Kriz (Forschungstaucher/Projektleitung)
proteam@mus.at
Wolfgang Oesterreicher (Forschungstaucher/Fotograf)
oew@kstp.at
www.wasserloch.at
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| Kommentar von: Patricia | gepostet:
13.10.2003 10:16
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5 Grad |
| Aber die 300 hm Schlepperei über die Klamm fehlt halt :-) LG |
| Kommentar von: Harald | gepostet:
03.10.2003 07:23
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Harald |
| 5 Grad? Da wär's am Millstätter See ja geradezu kuschelig warm gewesen! Aber nein ... |










