Neuerliche Expedition im Palfauer Wasserloch
Bat-Diver Exploration Team im Palfauer Wasserloch: das erfolgreiche Projekt ging in die zweite Runde.
Gestärkt durch die Erfahrungen aus dem Vorjahr (>> siehe dazu unseren diesbezüglichen Artikel) und mit noch größerem Aufwand wurden die Forschungstauchgänge im Palfauer Wasserloch/Steiermark wieder aufgenommen.
Vier Tonnen Tauchausrüstung, Technik- und Einbaumaterial wurden die 350 Höhenmeter auf den Berg geschafft - 1.800 kg per Hubschrauber, 2.200 kg in 216 Aufstiegen durch die Klamm auf dem Rücken der Teilnehmer und Helfer.
166 Materialfahrten mit der Seilwinde waren für die Forschung und anschließenden Filmarbeiten notwendig, ebenso der Einbau einer Rettungsstrecke für den Notfall.
In 11 Tauchgängen und mit 72 Flaschen konnte der tiefste Punkt des Siphons in 71 Meter Tiefe erreicht und das danach wieder ansteigende Gangprofil bis auf 55 Meter betaucht und kartographiert werden.
Drei Seitengänge enden blind oder unfahrbar eng und es wurden mehrere Zuflüsse gefunden. Hydrologische Messungen sowie Wasser- und Gesteinsproben aus allen Bereichen der Höhle vervollständigten die Forschungsarbeiten.
Regenfälle erschweren Arbeit
Neben dem schon aus dem letzten Jahr gewohntem aufwändigen Abseilen von Tauchern und Ausrüstung in den 30 Meter tiefer liegenden Höhleneingang und der auf 1-3 Meter beschränkten Sicht unter Wasser, erschwerten sintflutartige Regenfälle die Tauchvorstöße in dem zum tosenden Wildbach anschwellenden Quelltopf.
Die in monatelanger Vorbereitungsarbeit montierte Arbeitsplattform über dem Wasserfall und präzise Seiltechnik ließen die Taucher, aller Naturgewalt zum Trotz, sicher die Abtauchzone erreichen und wieder verlassen.
Als nächstes Ziel stellt sich die Oberflächensuche nach weiteren Zugängen zum ansteigenden Ast des Siphons und seine Betauchung von der einen oder anderen Seite. Ein großes Lob gilt allen Mitarbeitern und Helfern für Ihren bedingungslosen Einsatz.
Details unter www.bat-diver.at
[Autor: Robert Kriz für nullzeit.at]
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