Malediven – Reich der tausend Inseln


Zum Vergrößern anklicken - Foto: Maledives Tourist Board
Reich der tausend Inseln - Abwechslung gibt's genug 

Viele Menschen haben ihren ganz eigenen Traum vom Paradies: Eine einsame Insel mit schneeweißem Sandstrand, türkisblaues Wasser, Palmen, die sich sanft im Wind wiegen - kurz: die Malediven.

Malediven - mehr als ein Taucherparadies 

Hügel und Flüsse gibt es dort nicht, auch keine Berge und Seen. Dafür rund 87 bezaubernde Inselparadiese mit feinen, weißen Sandstränden, kristallklarem Wasser und türkisfarbenen Lagunen.

Und nach wie vor ziehen die farbenfrohen Korallenriffe und die einzigartige Unterwasserwelt der Malediven Taucher aus aller Welt in ihren Bann.

Die süße Kunst des Nichtstuns

Tatsächlich gelten die Malediven seit Hans Hass und Jacques Cousteau als eines der zehn schönsten Tauchreviere der Welt. Darüber hinaus bieten die Malediven aber auch all jenen, die sich in der Kunst des Nichtstuns verstehen, den passenden Rahmen. Für die nötige Abwechslung sorgt ein reichhaltiges Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten.

Zu Wasser ...

Da die Natur die Malediven diesbezüglich so reich beschenkt hat, finden zahlreiche Freizeitangebote im oder auf dem Wasser statt. Und selbst wenn Tauchen nicht Jedermanns Sache ist, käme es einer Sünde gleich, den Kopf nicht wenigstens einmal unter Wasser zu halten.

Da die farbigen Fische und Korallenformationen auch in flacheren Uferregionen zu finden sind, lässt sich die Unterwasserwelt der Malediven tatsächlich auch ohne großen Aufwand mit Schnorchel und Taucherbrille erkunden.
 
Wer seine Zeit lieber auf dem Wasser verbringt, kann dagegen eines der vielen Hochseeangel-Angebote nutzen. Beinahe jedes Resort organisiert entsprechende Exkursionen oder Nachtangelausflüge zu Fanggründen, die außerhalb der Atolle liegen.

Hier sind oftmals große Schwärme von Makrelen, Red Snappern oder Bonitos anzutreffen und auch Barakudas, Haie oder Mantas werden häufig gesichtet.

Segeln und Surfen

Außerdem bietet sich die natürliche Schubkraft der Monsunwinde zum Segeln an, weshalb vielerorts kleine Segeljollen, Katamarane oder aber Surfbretter gemietet werden können.

Glasklares, türkisblaues, warmes Wasser ruft natürlich auch Wasserski-Fans auf den Plan. Deshalb verfügen die meisten Hotelinseln über Motorboote und die notwendige Ausrüstung.

Da an den Außenriffs des Nord- und Süd-Malé-Atolls Wellen bis zu zwei Metern Höhe auflaufen können, erfreut sich auch das Wellenreiten wachsender Beliebtheit. Bis auf wenige Ausnahmen sind diese Spots nur mit dem Boot erreichbar, gelegentlich werden auch Surf-Safaris angeboten. Die zweifellos beste Saison für Wellenreiter ist von Mai bis Oktober, zur Zeit des Südwestmonsuns.

... und zu Land

Wer bei seinem Malediven-Urlaub das Beste aus beiden Welten mitnehmen möchte, entscheidet sich für eine Kreuzfahrt - auf Wunsch auch auf einem Segelschiff. Jeder Tag bringt ein neues Erlebnis, sei es nun eine wunderbare Tauchregion, den Besuch einer Einheimischen-Insel oder aber eines menschenleeren Robinson-Eilandes.

Der Tag klingt dann entweder auf Deck, in der eigenen Kabine oder auf einer Touristen-Insel aus. Auch die Resorts bieten verschiedene Tagesausflüge an, um Land und Leute kennen zu lernen – in diesen Fällen werden die Hauptstadt Malé oder eine benachbarte Einheimischen-Insel angesteuert.

... und aus der Luft

Ein alternative Möglichkeit, sich einen Überblick über das Inselreich zu verschaffen, bieten außerdem Rundflüge, die am einfachsten vor Ort gebucht werden können. Da sich die Resorts auf den Malediven an höchsten internationalen Standards messen lassen, werden auch auf den Inseln verschiedene Sport- und Freizeitmöglichkeiten angeboten.

Je nach Inseltyp und -größe reicht das Angebot von Tennis, Squash, Tischtennis über Aerobic und Beach-Volleyball bis hin zu weniger kräftezehrenden Betätigungen wie Billard oder Dart.

Ganz auf das körperliche und seelische Wohlbefinden spezialisiert sind zusätzliche Wellness und Spa-Einrichtungen, die inzwischen auf immer mehr Inseln zu finden sind. Und mit viel Glück bleibt dann vielleicht wirklich noch ein bisschen Zeit für den Müßiggang und die süße Kunst des Nichtstuns.

Geographie

Die Malediven bestehen aus zirka 1.190 Inseln, die in 26 natürlichen Atollen zusammengefasst sind. Diese Atolle liegen etwa 600 km südwestlich von Indien und 670 km westlich von Sri Lanka inmitten des Indischen Ozeans.

Das Inselreich der Malediven erstreckt sich über eine Länge von rund 820 Kilometer, an seinem breitesten Punkt misst es 130 km. Die flächenmäßige Ausdehnung der Malediven beträgt 90.000 Quadratkilometer, wobei 99 Prozent aus Wasser und 1 Prozent ( = 298 Quadratkilometer) aus Land bestehen.

Klima

Das milde tropische Klima auf den Malediven wird hauptsächlich von den Monsunwinden bestimmt. Dabei ist der nordöstliche Monsun (November bis April) meist trocken mit wenig Wind, während der südwestliche Monsun von Mai bis Oktober etwas Regen und Wind mit sich bringt.

Die Temperaturen sind konstant und liegen ganzjährig zwischen 25,4 und 30,5 Grad Celsius. Die Wassertemperatur liegt durchschnittlich bei 28 Grad Celsius.

Bevölkerung

Auf den Malediven leben zur Zeit zirka 300.000 Menschen und davon mehr als 70.000 in der Hauptstadt Malé. Die gemeinsame Sprache (Dhivehi) und Religion (Islam) fügen das Volk zu einer festgefügten und friedlichen Gesellschaft zusammen.

Das Bevölkerungswachstum liegt bei über drei 3 Prozent, rund 40 Prozent der Malediver sind jünger als 20 Jahre. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in den vergangenen 30 Jahren kontinuierlich angestiegen und liegt nunmehr bei 65 Jahren.

Staat und Verwaltung

Die Malediven sind eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt ist der Präsident, der zugleich auch oberster Chef des Heeres ist. Der Präsident wird alle fünf Jahre vom Parlament nominiert und durch Volksentscheid bestätigt oder abgelehnt.

Das Parlament setzt sich aus 48 Abgeordneten zusammen: je zwei aus jedem Atolldistrikt und aus Male sowie weitere acht, die direkt vom Präsidenten ernannt werden. Das Kabinett besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten sowie den Ministern für Atollangelegenheiten, Bildung, Fischerei und Landwirtschaft, Außenpolitik, Inneres, Justiz, Schifffahrt, Transport und Tourismus sowie dem Obersten Richter.

Wirtschaft

Der Tourismus, der vor rund 30 Jahren noch klein begann, hat sich inzwischen neben dem Fischfang zur Haupteinnahmequelle des Landes entwickelt.

1972 eröffnete die erste Hotelanlage auf den Malediven, das „Kurumba Village“ (Kokosnussdorf). Seitdem kamen aus aller Welt viele Urlauber ins Land. Im Jahr 2003 konnten bereits über 500.000 Touristen begrüßt werden.

Im Gegensatz zu anderen Destinationen konnte der Tourismus auf den Malediven in den vergangenen 30 Jahren viele positive Effekte freisetzen. Das Ergebnis: zahlreiche Branchen wie die Baubranche, der Kommunikationsbereich, das Banken- und Dienstleistungsgewerbe sowie das Kunsthandwerk boomen.

Auch die sozio-ökonomische Entwicklung auf den Malediven ist vorbildlich: So gibt es inzwischen auf jeder bewohnten Insel eine Schule sowie weiterführende Schulen auf Malé, wodurch das Bildungsniveau auf 97 Prozent gestiegen und das Analphabetentum auf drei Prozent gesunken ist.

Ein weiteres positives Beispiel von vielen ist die gestiegene Lebenserwartung aufgrund eines perfekt ausgebauten Gesundheitssystems: sie stieg von 47 Jahren in 1972 auf über 70 Jahre im Jahr 2000.

Bilder

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Relaxen auf einer der typischen Inseln, hier Medhufushi 

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Die Unterwasserwelt bietet Tauchspaß vom Feinsten... 

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...aber auch über Wasser muss man nicht auf Abwechslung verzichten 

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Auch die typischen Ausflüge auf eine der unzähligen Robinson Islands kann man außerhalb der Malediven kaum erleben 

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Suchbegriff: tauchen

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27.7.2010 | Leo Ochsenbauer
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