Tunfischfang: Der Blauflossentun stirbt aus
Tags: tunfischfang, tuna fishing
Die internationale Kommission für den Schutz des Atlantischen Tunfisch (ICCAT) hat Ende Oktober mitgeteilt, dass die Bestände des heutigen Blauflossentuns wahrscheinlich weniger als 15 Prozent ihrer ursprünglichen Größe betragen.
Das daher angeregte Handelsverbot des Atlantischen Blauflossentun ist berechtigt, kommen Umweltschützer zum Schluss. Vertreter von Monaco haben nach der Publikation über die heutigen Bestände des großen Raubfisches ein Handelsverbot gefordert. Die Forderung von Monaco sieht vor, den Blauflossen-Tunfisch im Anhang 1 im internationalen Washingtoner-Artenschutz-Abkommen CITES zu listen. Das würde bedeuten, dass es ein Handelsverbot für die Art gibt.
Der WWF hat im Vorjahr in einer Studie gezeigt, dass bei gleich bleibender Fangquote die Zahl der Fische 2012 so stark gesunken sein wird, dass die Tiere als ausgestorben gelten. Sollte der Blauflossentun tatsächlich mit einem Handelsverbot belegt werden, werde die erst kürzlich von spanischen Forschern präsentierte Methode zur genetischen Bestimmung von acht Tunfischarten an Bedeutung gewinnen.
Hintergrund
Der atlantische Blauflossentunfisch hat früher ein Gesamtgewicht bis zu 900 Kilogramm geschafft. Heute erreichen die großen Fische ein Maximalgewicht von 600 Kilogramm. Nach vier Jahren wird der Blauflossentun mit rund 35 Kilogramm Gewicht geschlechtsreif.
Die meisten Atlantischen Blauflossentunfische werden im Mittelmeer gefangen. Verkauft wird der Großteil allerdings nach Asien, insbesondere nach Japan. Japan hat erst kürzlich in einem Statement gefordert, die Kontrolle über Fangquoten an Körperschaften wie die ICCAT zu übertragen als nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen CITES. Beide Organisationen tagen nur alle drei Jahre - die ICCAT im November in Brasilien und die CITES im März in Doha.
[Quelle: WWF, Pressetext]
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