Die Geschichte des Freitauchens


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APNOE - ohne Atem in die Tiefe 

von Christian Redl und Harald Lautner

Das Wort Apnoe stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "ohne Atem".

Obwohl das Freitauchen die älteste Form des Tauchens überhaupt ist, wurde der Sport erst durch den Kultfilm "The Big Blue" - "Im Rausch der Tiefe" bekannt. Seit Urzeiten tauchen Menschen nach Perlen und Schwämmen am Meeresgrund.

In Japan gibt es heute noch das Volk der Ama -in einem streng matriarchalischen System sind es ausschließlich die Frauen, die tagtäglich aufs neue versuchen, dem Meer seine Schätze abzuringen.

Erst seit 1996 gibt es große internationale Wettkämpfe. Im Oktober 1996 fand die 1. Weltmeisterschaft in Nizza statt. Nur eine Handvoll Länder nahm damals daran teil. Doch bereits zwei Jahre später, bei den 2. Weltmeisterschaften auf Sardinien konnte Veranstalter und vielfacher Weltrekordhalter Umberto Pelizzari 26 Nationen willkommen heißen.

Immer größere Tiefen

Die bei diesem Sport erreichten Tiefen werden immer unglaublicher. So stieß bereits im Jahre 1961 der Italiener Enzo Maiorca in eine Tiefe von 50m vor. Er und der über Jahrzehnte andauernde sportliche Wettstreit mit seinem Freund und Widersacher Jacques Mayol (100m im Jahr 1975) lieferten auch die Vorlage für den Film "The Big Blue" - "Im Rausch der Tiefe".

Heute muten die erreichten Tiefen noch phantastischer an, die Protagonisten sind ähnlich schillernd und gegensätzlich wie dereinst Enzo und Jacques. "Pipin" Ferreras und Umberto Pelizzari sind die neuen Helden dieses Sports, bis auf 150m schraubte letzterer den Weltrekord in der Disziplin "No Limits"

Wie schon bei "Im Rausch der Tiefe" wurden auch diese beiden Athleten und ihr Wettstreit Thema eines Filmes. "OceanMen", eine aufwendigst produzierte IMAX-Dokumentation zeigt in atemberaubenden, noch nie gesehenen Bildern den Kampf von Umberto und Pipin um die Krone des Freitauchens.

Faszination Freitauchen

Es gibt einige Gründe fürs Freitauchen. Man kann die Unterwasserwelt intensiver erleben, da viele Fische in einem Freitaucher lediglich einen Artgenossen sehen, der im Gegensatz zu einem Gerätetaucher keine störenden Luftblasen erzeugt.

Sicher auch ein Motivationspunkt ist das ständige Bestreben, seine eigenen Grenzen auszuloten und immer weiter nach unten zu verschieben. Umberto Pelizzari fasste es sehr schön in folgende Worte: "Ein Freitaucher taucht um sich selbst zu (emp)finden".

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30.3.2003 | Klaus-M. Schremser