Eistauchen in Österreich
Wenn draußen die Kälte klirrt und die Seen zufrieren, schlägt die Stunde der Eistaucher.
Vor allem unsere Bergseen mit ihrem kristallklaren Wasser bieten sich für diese ebenso extreme wie faszinierende Art des Tauchens an.
T I R O L
Urisee
Höhe: 930 NN, Tiefe: 36 Meter
Man kann die Uhr danach stellen: In der ersten Jänner-Woche friert der 65 000 Quadratmeter große Urisee zu. Entsprechend können Besitzer des Eistauchbrevets ihrem Hobby von Anfang Jänner bis Mitte März frönen - bei Sichtweiten bis zu 15 Meter. Ein Unterwasserwald, die sogenannte "Urifalle" und eine Steilwand die bis auf 36 Meter abfällt, gehören zu den Besonderheiten dieses Sees.
Samaranger See & Fernsteinsee
Höhe: 1000 NN, Tiefe: 16 Meter
Sowohl für den Samaranger als auch für den Fernsteinsee gilt ein Tauchverbot. Aber die Ausnahme bestätigt die Regel - Gäste des Hotels Schloß Fernstein (mind. 2 Übernachtungen mit Halbpension) betrifft dieses Verbot nicht. Da das Hotel eine Winterpause macht, ist das Eistauchen erst ab Mitte März möglich. Der Reiz des Samaranger Sees liegt in der fantastischen Sichtweite von 50 bis 60 Metern und mehr. In der Nähe liegt der Fernsteinsee, der mit der Transparenz des kleinen Nachbarn nicht ganz mithalten kann. Versunkene Bäume, kleinere Hügel und Täler prägen hier die Unterwasserlandschaft.
Lechausee
Höhe: 850 NN, Tiefe: 6 Meter
Kaum größer als ein Fußballfeld, ist der Lechausee nicht gerade einfach zu finden. Doch der Zutritt ist sowieso nur über eine offizielle Tauchschule gestattet. Gespeist vom Grundwasser des Lechs ist dieser See so klar, daß man von der einen Seite des Sees bis zur anderen sehen kann - und zwar unter Wasser (Sichtweiten bis zu 80 Meter!).
O B E R Ö S T E R R E I C H
Gosausee
Höhe: 960 NN, Tiefe: 65 Meter
Zu Füßen des Dachsteingletschers blinkt die silberhelle Wasserfläche des vorderen Gosausees. Der Einstieg erfolgt über eine Steintreppe, die im Sommer unter der Wasserlinie liegt und scheinbar endlos in die blaugrüne Tiefe führt (mitunter mehr als 30 Meter Sicht). Felsige Ufer fallen im hinteren Teil des Sees steil in die Tiefe und bilden weiter unten mächtige Geröllhalden - gekrönt von 26 aufrechtstehenden Baumstämmen.
Vorderer Langbathsee
Höhe: 664 NN, Tiefe: 30 Meter
Mitten im Wald liegt der vordere Langbathsee. Mit reinem Quellwasser gefüllt, erwarten den Taucher hier Sichtweiten bis zu 20 Meter. Tauchen ist grundsätzlich erlaubt, aber weite Uferbereiche sind gesperrt. Einen guten Einstieg findet man in der Nähe des Seehotels Kofler. Eistauchausbildung führt Nautilus-Tauchsport in diesem See durch (drei Tauchgänge, einer davon im Attersee, zwei Theoriestunden).
Hallstätter See
Höhe: 508 NN, Tiefe: 125 Meter
Steil abfallende Hänge umrahmen den mitten im Salzkammergut liegenden Hallstätter See. Seine Ufer wurden bereits vor 5000 Jahren besiedelt und so liegen jede Menge archäologischer Leckerbissen im See herum, soweit sie nicht schon geborgen worden sind (Prähistorisches Museum und Salzbergwerk Hallstatt). Für Taucher gilt natürlich: Nichts mitnehmen! Mit dem Seebesitzer Bundesforste wurden sechs Tauchzonen festgelegt, die exakt einzuhalten sind. In den übrigen Zonen herrscht zum Schutz der Pfahlbauten und Laichstätten absolutes Tauchverbot. Im Winter friert der Hallstätter See teileise zu
Wolfgangsee
Höhe: 538 NN, Tiefe: 114 Meter
Für Eistaucher sind vor allem die Spots Lueck bei St. Gilgen und Fürbergbucht beim Gasthof Fürberg interessant. Vor St. Wolfgang befindet sich die dickste Eisstelle. In 40 Meter Tiefe sprudeln große Wasserquellen parallel zum Ufer - wer hier taucht, muß kein Loch sägen.
Mondsee
Höhe: 481 NN, Tiefe: 68 Meter
In strengen Wintern frieren die großen Buchten des Mondsees zu. Besondere Tauchplätze sind hier der Überhang der Kienbergwand, die steile und zerklüftete Harnischwand, die bis in 42 Meter Tiefe abfällt und der Kreuzenstein, der über die Wasseroberfläche herausragt.
S T E I E R M A R K
Erlaufsee
Höhe: 827 NN, Tiefe: 38 Meter
Der Einstieg kann an einem Steg, damit die Uferzone geschützt wird, erfolgen. Startet man den Tauchgang mit dem Ufer rechter Hand, fällt der Seegrund bald an einer Steilwand senkrecht ab. Das Wasser ist sehr klar (mehr als 30 Meter Sicht) und besitzt Trinkwasserqualität. Der Erlaufsee friert komplett zu und eignet sich hervorragend für die Eistauchausbildung.
Grundlsee
Höhe: 710 NN, Tiefe 68 Meter
Der smaragdgrüne Grundlsee ist der größte See der Steiermark und weist hervorragende Sichtweiten auf. Zu den besten Tauchplätzen dieses Sees, der im Winter zufriert, gehören die Hechtfelsen beim Unterwasserhaus und die Tauchplätze vorm Gasthaus Rostiger Anker im Bereich des nördlichen Seezipfels.
K Ä R N T E N
Ossiacher See
Höhe: 501 NN, Tiefe: 52 Meter
Als besonders explosiv kann man den drittgrößten See Kärntens in der Nähe von Villach bezeichnen: Im westlichen Teil des Ossiacher See liegen unter anderem Ausrüstungsgegenstände aus dem 2. Weltkrieg herum. Achtung! Wer Waffen in diesem militärischen Sperrgebiet ertaucht, muß mit drakonischen Strafen rechnen. Da dieser See besonders fischreich ist, sollte man auf tiefere Tauchggänge verzichten, um die Fische nicht in ihrer Winterruhe zu stören. Je nach Wetterlage friert der Ossiacher See ab Mitte Dezember zu.
Weißensee
Höhe: 930 NN, Tiefe: 99 Meter Unter der Wasseroberfläche des Weißensees fühlt man sich streckenweise wie in einem Sägewerk: Bäume , Äste, Sträucher und Holzlatten liegen in den Flachzonen (bis zu 10 Metern) herum. Zwischen den Zweigen leben außergewöhnlich viele Hechte, die auch während der kalten Jahreszeit aktiv sind.
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| Kommentar von: Roland Maier | gepostet:
07.02.2007 15:35
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Weissensee Eistauchen |
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Heuer hatten wir unwarscheinliches Glück der einzige See zu Eistauchen war der Weissensee mit der Tauchschule Dive-World aber auch hier waren es nur 30 cm in normalen Jahren bis zu 1m Eis.
Wir hatten tolle Tauchgänge und anke nocmals an das tolle Team und für die Organisation. Das Essen war wieder 1a Danke an alle. |




