Tauchen mit Brustvergrößerungen


Zum Vergrößern anklicken - Foto: Nullzeit.at
Auch mit Brustimplantaten ist unbeschwertes Tauchen möglich 

Da in den vergangenen Jahren der Schönheitswahn immer mehr um sich greift bzw. auch durch medizinisch notwendige Operationen einige Frauen ihre Brüste vergrößern lassen, haben wir uns dieses Themas angenommen und versucht, einige Fragen zum Tauchen mit Implantaten zu beantworten.

Eine Möglichkeit, Brustvergrößerungen durchzuführen, besteht im Einsetzen von Silikonimplantaten. Bei älteren (über 3 Jahre alte Implantate) kann es hier durchaus zu Problemen kommen. Bei neueren Silikonimplantaten verändern sich diese kaum bis gar nicht unter Druckeinwirkung, da sie ja keine mit Luft gefüllten Hohlräume darstellen.

Des weiteren werden die Implantate nicht durchblutet. Dadurch diffundiert das Gas (Stickstoff) durch eine kleine Oberfläche nur eine relativ geringe Strecke ins Innere. Daraus wiederum resultiert, dass sich nicht viel Gas im Inneren lösen wird und es zu keinen nennbaren Effekten beim Auftauchen kommt.

Was aber eintritt, ist die Bildung eines mehr oder weniger starken Narbengewebes um das Implantat selbst. In seltenen Fällen kann dies durch die langsamere Stickstoff-Entsättigung im verletzten Gewebe (Narbengewebe) zu Spannungsschmerzen nach dem Tauchgang führen. Dies tritt verhäuft bei längeren oder tieferen Tauchgängen auf.

Die Meinung der Experten ist auch, dass Tauchgänge bis 100 Meter in den (für das Implantat) sicheren Bereich zu rechnen sind. Tests in den USA haben bewiesen, dass bei sporttaucherüblichen Tauchgangsprofilen (maximal 40 Meter bis maximal 60 Minuten) keine gefährliche Stickstoffblasenbildung erfolgt.

Aufgrund der fehlenden Durchblutung schreitet die Entsättigung deutlich langsamer voran, ein Ausperlen konnte nicht verzeichnet werden. Bei einem Versuch auf 80 Meter Tiefe bei einer Tauchzeit von 40 Minuten traten jedoch Mikrobläschen auf, die sich im Laufe von vier Tagen wieder zurückgebildet haben.

Prinzipiell gilt:

  • Immer die Operationswunden komplett ausheilen lassen (neugebildetes Narbengewebe kann unter Druckeinwirkung wieder aufplatzen)
  • Immer mit dem zuständigen Arzt im vorhinein die eventuelle Problematik beim Tauchen besprechen
  • Eventuell noch mit einem speziellen hyperbaren Arzt (Tauchmediziner) Kontakt aufnehmen
  • Eventuell den Hersteller des Implantats um entsprechenden Rat fragen

Zu einer Verschiebung des Implantats in Folge eines Tauchgangs kann es übrigens nach einhelliger Meinung der Fachleute nicht kommen. Im Einzelfall ist dies aber immer mit einem Arzt abzuklären. Auch die immer wieder in der Regenbogenpresse auftretenden Geschichten über geplatzte Implantate (z.B. beim Fliegen) sollte man eher ins Reich der "urban legends" einreihen.

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Kommentar von: eka gepostet: 20.10.2004 10:28 X

anatomie
jaja! gute idee.. i kann mir darunter net so richtig was vorstellen! mehr fotos!

Kommentar von: Klaus-M. gepostet: 19.10.2004 17:48 X

Mehr Beispielfotos
Ich hätte da noch gerne mehr Beispielfotos - nur aus rein wissenschaftlichem Interesse ;)



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19.10.2004 | Leo Ochsenbauer
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