Tauchen - der neue Trendsport


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Tauchen - ein faszinierender Blick in eine neue Welt. 

Sporttauchen, das Tauchen mit Pressluft, gehört zu den neuen Trendsportarten.

Was ist so faszinierend an diesem Sport? Sind es die Lebewesen, die man unter Wasser beobachten kann. Oder ist es das erhebende Gefühl wie ein Fisch im Wasser zu schweben? Oder steckt etwa ein gewisser Forscherdrang dahinter?

Viele Fragen mit vielen möglichen Antworten. Aber eins ist sicher, als Taucher sieht und erlebt man Dinge, die beim Alltagsleben oberhalb der Wasseroberfläche im Verborgenen bleiben. Wer ist zum Beispiel im Schwimmbad schon einmal quer durch einen Fischschwarm getaucht?

Jedoch nicht jeder kann sich für den Tauchsport begeistern. Nach dem Motto: Warum soll man sich in einen engen Neoprenanzug zwängen, um dann im Neufeldersee, Bodensee oder Erlaufsee vielleicht zwei Fische zu sehen, die man in einem Aquarium viel deutlicher und farbenfroher betrachten kann? Andere wiederum beneiden den Taucher um seine Unterwasserabenteuer und trauen sich selbst nicht "abzutauchen".

Um überhaupt längere Zeit unter Wasser verbringen zu können muss eine Ausrüstung für das Geräte-Sporttauchen her (im Unterschied zum APNOE-Tauchen bzw. Berufstauchen).

Zum Geräte-Tauchen benötigt man:

  • Pressluftflasche (10 Liter bzw. 12 Liter sind am empfehlenswertesten)
  • Lungenautomat  (bestehend aus 1. Stufe, 2. Stufe, Oktopus, Inflatorschlauch, Konsole mit Finimeter, Tiefenmesser und Kompass bzw. auch einem Computer)
  • Jacket (Tarierjacket, gibt es als Wing-Jacket, ADV-Jacket)
  • Neoprenanzug (für heimische Gewässer empfiehlt sich ein 7mm-Halbtrocken-Tauchanzug, fürs Urlaubstauchen ein 5mm Anzug, Shorties sind eher für Karibik und Malediven, aber auch dort nur für nicht so erfrorene Personen gedacht)
  • Füsslinge
  • Flossen (vorzugsweise Geräteflossen mit offenem Fußteil, sogenannte Schnorchelflossen mit geschlossenem Fußteil, die man ohne Füßlinge verwendet sind weicher und beim Einstieg ins Wasser auch nicht so optimal)
  • Tauchermesser (keine Rambo-Messer, ein kleines handliches genügt allemal, auch wenn es vielleicht nicht so martialisch aussieht)
  • Lampe (Batterielampen, Akkulampen sollten zumindest 1 x im Monat entladen und geladen werden)
  • Handschuhe (Tropenhandschuhe sind zumeist die bessere Wahl, 5mm-Handschuhe sind sehr klobig)
  • Blei + Bleigurt (Taschenbleigurt mit Schrotblei ist die bequemste Alternative)
  • Tauchermaske (probieren geht über Studieren)
  • Schnorchel (ein simpler ohne Schnick-Schnack ist auch hier die beste Lösung)

    Es ist schwierig zu sagen, welches Teil das Wichtigste ist. Eine Flasche allein nützt nichts, weil man schlecht aus dem Ventil und Hochdruck, sprich 200 bar bzw. neu im Trend auch 300 bar, atmen kann. Ein Lungenautomat ist ohne Flasche unbrauchbar und was nützt einem das Jacket, wenn man es nicht aufblasen kann? Also besorgt man sich am besten alles.

    Wenn man alles beisammen hat (kann man auch im Tauchgeschäft oder Tauchbasen gegen teures Geld ausleihen) kann es losgehen! Entweder unter fachkundiger Anleitung oder am besten in einem Tauchkurs für Anfänger.

    Für einen Tauchkurs benötigt man in der Regel auch nur die sogenannte ABC-Ausrüstung, also Tauchermaske, Schnorchel, Füßlinge und Flossen. Den Rest stellt jede seriöse Tauchschule kostenlos zur Verfügung. Hat man dann den Kurs erst einmal bestanden, steht einem unglaublich entspannendem Hobby nichts mehr entgegen. Hierbei ist auch die wichtigste Taucherregel nicht zu vergessen: ?Tauche niemals allein!?

    Aller Anfang ist schwer und man hat gegen einige Schwierigkeiten zu kämpfen; man hat z.B. Tarierschwierigkeiten (Schwebezustand auf einer bestimmten Höhe halten können).

    Was ist denn nun in so einem Tauchkurs gefragt? Was passiert dort? Wir haben einige Übungen kurz zusammengefasst (nicht vollständig, sondern nur als Auszug zum besseren Verständnis!):

  • Maske unter Wasser mit Wasser füllen und wieder ausblasen (ein wenig, ganz, Maske abnehmen)
  • 1 Minute in Schwebe stillstehen
  • Jacket und Bleigurt unter Wasser ablegen und wieder anlegen
  • Wechselatmung (du und dein Partner teilen sich 1 Atemregler)
  • Oktopusatmung (dein Partner verwendet deine Oktopus und umgekehrt)
  • Kontrollierter schwimmender Notaufstieg (du steigst ohne Luft aus 6-9 Meter auf und atmest dabei dauernd leicht aus)
  • Pivoting (bei dieser Übung liegst du am Boden, die Flossenspitzen berühren die ganze Zeit den Boden und durch Ein- und Ausatmen bewegt sich dein Körper auf und ab)
  • Bergen eines verletzten Tauchers an der Oberfläche durch Schieben und Ziehen des Tauchers

    Dies klingt jetzt alles sehr schwierig, doch nach einer gewissen Zeit wird das alles zur Routine und man kann sich einfach nur unter Wasser treiben lassen und sich umschauen.

    Nebenbei gesagt: beim Tauchen kann man herrlich abschalten und entspannen. Der Alltag bleibt hinter einem zurück.
  • Kostenaufstellung
    Gesamte Tauchausrüstung inklusive Flasche und Blei: ab 1.000,- EUR
    ABC-Ausrüstung: ab 100,- EUR
    Anfängerkurs (z.B. PADI Open Water Diver): ab 300,- EUR
    Flaschenfüllung (10 Liter-Flasche): ab 0,40 EUR
    1 Boots-Tauchgang auf weltweiten Tauchbasen: ab 15,- bis 35,- EUR

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    15.4.2003 | Leo Ochsenbauer
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