Wrack der SMS Cöln - Scapa Flow Flotte
Die SMS Cöln ist ein leichter Kreuzer und Minenleger der Dresden (Cöln) II-Klasse. Sie ist teilweise sehr gut erhalten und braucht einen Vergleich mit der baugleichen SMS Dresden nicht zu scheuen.
GPS: 58 53 32 N – 03 08 27 W
Beschreibung:
- 4.308 Tonnen
- deutscher leichter Kreuzer/Minenleger der Dresden II-Klasse (in manchen Quellen auch als Cöln- oder Bremse-Klasse bezeichnet)
- gebaut bei Blohm & Voss Hamburg, Fertigstellung, Jänner 1918
- 155 Meter, Wasserlinie 149,8 Meter
- 14 Kessel, 8 Kohle befeuert und 6 Öl-befeuert
- 2x 49.000 PS starke Turbinen, 2 Propeller
- Max. Geschwindigkeit von 29 Knoten
- Bewaffnung: 8 x 150 mm/45 Kaliber Krupp Kanonen
- 2 (ursprünglich 3)– 8,8/45 Kaliber Flakkanonen
- 4 x 60 cm Torpedo Abschussrampen (zwei über, zwei unter Wasser,120 Seeminen
- 309 Mann Besatzung
- die Panzerung war rund um den Hauptgürtel 2.4 inch dick, bei den Geschütztürmen bis zu 3.9 inch
- Gesunken am 21. Juni 1919
- Tiefe 25-36 Meter
Zustand des Wracks
Das Wrack der Cöln (Dresden) II Klasse liegt ebenso wie das Wrack der SMS Brummer auf der Steuerbordseite in 30 bis 35 m Tiefe. Die Backboardseite des Schiffs erreicht man über die Abstiegsleine auf ca. 20m. Das Heck wurde teilweise durch eine Explosion zerstört, die Antriebsschrauben sind nicht mehr vorhanden. Diese wurden ebenso wie die beiden Anker geborgen. Überreste des Mastes und der Aufbauten liegen auf dem sandigen Grund. Das übrige Wrack präsentiert sich besonders im Bugbereich mit der Brücke, den Geschützen und dem gut erhaltenen Hauptmast als sehenswertes Tauchziel.
Betauchen des Wracks
Nach dem Abtauchen erreicht man an der derzeitigen Abstiegsleine den zerstörten hinteren Teil des Schiffs. Bei schlechter Sicht (~ 6m) verliert man leicht die Übersicht auf welchem Teil des Wracks man sich befindet. Große aufgeborstene Blechplatten, die im Zuge von Bergungsarbeiten dem Rumpf beigebracht wurden, ragen weit empor und geben darunter Öffnungen frei, die teilweise durchtaucht werden können.
Im teilweise intakten Heck gelangt man durch Luken in das Innere des Rumpfes. Kabelstränge und technisches Equipment sowie die teilweise engen Durchgänge bergen die gefahr sich zu verhängen. eine gute Tarierung ist Vorraussetzung um nicht die starken Sedimentablagerungen aufzuwühlen und in gefahr zu geraten die Orientierung zu verlieren.
Am vorderen Bereich befindet sich die Brücke dahinter liegen die Überreste des Hauptmastes teilweise am mit Muscheln und Schlamm bedeckten Grund. Neben den Davids der Rettungsbote findet man ein Flakgeschütz und die von den verrotteten Schornsteinen freigelegten Öffnungen zum Maschinenraum. Einige Kanonen sind eingebrochen und im aufgeborstenen Rumpf nur noch schwer auszumachen.
Das Wrack ist stark bewachsen, zahlreiche Schwämme und Röhrenwürmer bevölkern die Oberfläche. Besonders wenn man bei schlechter Sicht das erste mal das Wrack betaucht ist es schwierig einen repräsentativen Gesamtweindruck zu erhalten, es ist deshalb ratenswert die Cöln ein zweites mal zu betauchen und sich erst dann in das Innere des Schiffs vorzuwagen.
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21.7.2005 | Marcus Hantschel







