Wrack der Zenobia, Zypern


Zum Vergrößern anklicken - Foto: Video-Still von Günter Swoboda
Ausschnitt aus dem Video 

Nur 15 Bootsminuten von der Marina in Larnaca entfernt liegt das beeindruckende Wrack der Zenobia, einer schwedischen Fähre, die hier 1979 gesunken ist.

Der bekannte Wiener Unterwasser-Filmer Günter Swoboda hat zusammen mit Mag. Georg Böhm und Christoph Schuhmertl die Zenobia betaucht und stellt Ausschnitte aus seinem Video für unsere Leser zur Verfügung.

Nachstehend das Video, das Ihnen zu einem virtuellen Tauchgang auf der Zenobia verhilft. (11 MB - der Ladevorgang kann also etwas dauern, es zahlt sich aber aus!)

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Tauchen an der Zenobia

Der erste Anblick ist überwältigend: Am Abstiegsseil liegt das vollständig erhaltene, nie zu enden scheinende Wrack, leicht zur Seite geneigt, bereit erkundet zu werden. Beim ersten Tauchgang geht es nach einem Antauchen über dem Wrack zuerst in die gut betauchbare Brücke, die auch für Anfänger geeignet erscheint, weiter über die gut erhaltene Cafeteria, entlang der Reling, vorbei an den Halterungen für die Rettungsboote, bis zum Bug, wo der kapitale Anker wartet.

Der zweite Tauchgang  führt wieder vom Abstiegsseil, diesmal in Richtung Heck, zum absoluten Highlight: Über 100 LKWs hängen schief im Laderaum, liegen kreuz und quer zwischen ihren Ladungen. Auf 40 Meter liegt unter anderem ein „Eier-LKW“, dessen zerbrechliche Fracht den Untergang sehr zur Freude der Fische überlebt hat.

Die beiden mächtigen Schrauben bilden den imposanten Abschluss, bevor es über die Reling auf 16 Meter wieder zurück zum Abstiegsseil geht. Auf Grund der enormen Größe des Wracks ist eine gute Führung notwendig, um möglichst viel in zwei Tauchgängen zu sehen.

Noch besser sind drei oder vier Tauchgänge. Eine tiefe Penetration ins Wrack ist an vielen breiten und engen Einstiegsluken möglich, bedarf jedoch einer exakten Planung und Führung, um sich im weitläufigen Inneren nicht zu verirren.

Nichttaucher aus der Gruppe müssen auf den überwältigenden Eindruck der Zenobia nicht verzichten: Ein U-Boot fährt die Zenobia regelmäßig an und mit ein bisschen Glück können sie aus dem trockenen Inneren sogar die tauchenden Freunde oder den Partner im blauen Nass beobachten.

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22.8.2005 | Leo Ochsenbauer
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